Bundestag schiebt 0190-Nummern einen Riegel vor

 

Der Missbrauch von 0190-Nummern sowie die damit verbundene Abzocke von oft ahnungslosen Verbrauchern, soll künftig per Gesetz verhindert werden. So sollen etwa die Anrufkosten für 0190- und 0900-Nummern auf maximal 2 Euro pro Minute begrenzt werden. Außerdem soll in Zukunft die Verbindung nach einer Stunde automatisch getrennt werden.

Darüber hinaus werden die Anbieter verpflichtet, ihre Tarife vor Beginn der Verbindung anzugeben. Diese Verpflichtung gilt nach einer Übergangsfrist von einem Jahr auch für Mehrwertdienstleistungen im Mobilfunk. Mit dem neuen Gesetz soll der Weg geebnet werden für mehr Verbraucherschutz.

Bekämpft werden sollen auch die sogenannten Dialer, tückische Programme im Internet, die vom Nutzer oft unbemerkt auf dem PC installiert werden - um daraufhin die Verbindung zum WWW über eine teure 0190-Nummer herzustellen. Für solche Programme ist eine Registrierpflicht vorgesehen.

Aber auch die seriösen Dienstleister ziehen Vorteile aus der längst überfälligen gesetzlichen Regelung. Denn den schwarzen Schafen droht im Falle eines Missbrauchs eine Strafe von 100.000 Euro. Das geht der Opposition allerdings nicht weit genug. Für sie sind 500.000 Euro Strafe gerade genug für die dreiste Abzocke am Telefon.

Die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post hat eine Suchmaschine ins Netz gestellt, mit der Sie den Netzbetreiber zu einer 0190er Rufnummer leicht finden können.