Alle Jahre wieder: Zecken

Frühlingszeit - Zeckenzeit. Die ungeliebten Parasiten sind hauptsächlich in den Monaten März bis November aktiv. Sie ernähren sich vom Blut ihres Wirtes oder anders ausgedrückt von Ihrem Blut oder das Ihrer Lieben. Ob Mensch oder Tier, Zecken können mit unter gefährliche Krankheiten übertragen.

Die bedrohlichste Krankheit für den Menschen ist die so genannte Frühsommer-Meningo-Enzephalitis (FSME). FSME ist eine Entzündung von Gehirn, Hirnhaut und Rückenmark. Pro Jahr erkranken etwa 300 Menschen in Deutschland an FSME. Eine Impfung kann hier den nötigen Schutz bieten. Vor allem Menschen, die viel draußen unterwegs sind und sich oft im Wald aufhalten, sollten eine Impfung in Betracht ziehen. FSME tritt nur in bestimmten Regionen Deutschlands oder dem Ausland auf. Sollten Sie einen Urlaub geplant haben, so erkundigen Sie sich im Vorfeld, ob Ihr Feriengebiet betroffen ist.

Die am häufigsten durch Zecken übertragene Krankheit in Europa ist die Borreliose. Sie ist weltweit verbreitet und wird durch Bakterien verursacht. Bis zum Auftreten erster Krankheitsanzeichen können unter Umständen Wochen vergehen. Es ist daher ratsam sich zu notieren, wann genau eine Zecke bzw. ihr Biss festgestellt wurde. Der Krankheitsverlauf beginnt mit einer Rötung um die Stichstelle herum, die sich langsam ausbreitet. Nach etwa zwei bis vier Wochen können Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen auftreten, in einem späteren Stadium sogar Hirnhautreizungen und Lähmungen. Gegen die Borreliose gibt es derzeit noch keine Impfung in Deutschland, die Krankheit kann jedoch recht gut behandelt werden, sofern sie nicht zu weit fortgeschritten ist.

So können Sie sich schützen:

 

Tragen Sie auf Ihren Outdoor-Streifzügen entsprechende Kleidung: Lange Hemden und lange Hosen, so dass die Haut möglichst bedeckt bleibt. Stecken Sie die Hosenbeine in die Socken und schützen Sie Ihren Hals durch einen geschlossenen Kragen oder ein Tuch. Helle Kleidung hilft dabei, die Zecken schnell zu entdecken.
Hungrige Zecken befinden sich meistens in einer Höhe von einem bis anderthalb Metern auf Farnen, Gräsern und niedrigen Zweigen. Der Zeckenbefall erfolgt daher bei einem Erwachsenen zumeist in Beinhöhe. Von hier aus kriechen sie höher und beißen sich schließlich fest. Grundsätzlich bevorzugen diese Parasiten Stellen mit dünnen Hautpartien. Besonders begehrt sind die Hautpartien unter den Armen, zwischen den Beinen und den Kniekehlen.
Nach dem Aufenthalt im Freien sollten Sie Körper und Kleidung gründlich nach Zecken absuchen, ein Biss ist nicht zwangsläufig schmerzhaft.

 

Im Falle des Befalles:

 

Haben Sie eine Zecke entdeckt, so muss diese schnellstmöglich entfernt werden. Die Infektionsgefahr steigt, je länger die Zecke im Körper verbleibt und Blut saugt. Zur Entfernung eignet sich besonders eine entsprechende Zeckenzange, die in jeder Apotheke erhältlich ist.
Verzichten Sie auf Hausmittelchen wie Öl, Butter oder sonstige erstickende Substanzen. Auch Zerquetschen oder Zerdrücken ist nicht hilfreich. Verbleibt der Kopf der Zecke in der Haut, so muss dieser unbedingt fachmännisch entfernt werden.