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Sachwert
Auch: Substanzwert. Kapitalanlage in nicht oder wenig inflationsgefährdeten Werten, vor allen in Aktien, Grundstücken oder Gebäuden, sowie in Investmentfonds, deren Vermögen sich aus solchen Werten zusammensetzt.Sachwerte verkörpern den Anspruch auf einen realen Wert. Sachwerte zeichnen sich dadurch aus, daß sie bei steigendem Preisniveau (Inflation) ebenfalls zu höheren Preisen realisiert werden können. Im Gegensatz dazu - Nominalwerte, auch: Geldwerte, die einen Anspruch auf eine bestimmte Geldsumme verbriefen, ausgedrückt in nominalen Geldeinheiten. Bei steigendem Preisniveau sinkt die Kaufkraft der Geldeinheiten !
Saldo
Ist in der Buchführung der Betrag, um den die eine Seite des Kontos größer ist als die andere.
Schatzanweisungen
Kurz- und mittelfristige Schuldverschreibungen, die von den Ländern, der Bundesbahn, Bundespost sowie von anderen öffentlichen Stellen ausgegeben werden.
Scheck
Zahlungsanweisung eines Ausstellers an ein Kreditinstitut, aus seinem Guthaben an einen Dritten, nämlich den Schecknehmer, die im Scheck genannte Geldsumme zu bezahlen.
Schuldverschreibungen
Werden auch mit "Obligationen" bezeichnet. Schuldverschreibung ist im Wertpapierbereich die Sammelbezeichnung für eine Urkunde, in der sich der Aussteller dem Gläubiger gegenüber verpflichtet, in Form einer laufenden Verzinsung eine Leistung zu erbringen. Alle Anleihen schlechthin sind Schuldverschreibungen. Üblich ist auch die Bezeichnung "Teilschuldverschreibung".
Short
Der Berufshandel tätigt an den deutschen Börsen sog. Leerverkäufe; d. h. es werden Aktien verkauft, die noch gar nicht im Besitz des Verkäufers sind. Diese Verkaufspositionen des Berufshandels nennt man "Short" gehen.
Skonto
Preisnachlaß für Barzahlung.
Soll und Haben
Überlieferte, bis heute im Geschäftsleben erhalten gebliebene Bezeichnung für Guthaben und Schulden.
Sollzinsen
Bezeichnung für Zinsen, die das Geldinstitut vom Kreditnehmer für die Überlassung von Geld erhebt.
Sparbrief
Mittel und langfristige Kapitalanlage, die von Kreditinstituten angeboten werden. Sparbriefe gibt es in vielen Variationen.
Spareinlagen
Mit Spareinlagen werden die Spargelder bezeichnet, welche auf den Sparbüchern der Kundschaft vorhanden sind.
Umfangreiche gesetzliche Bestimmungen regeln die Verwaltung, die Verzinsung und die Rückzahlung der Spareinlagen.
Spekulationsgeschäfte
Bezogen auf Wertpapiergeschäfte an der Börse; der Kauf oder Verkauf von Wertpapieren in der Erwartung, aus der Kursdifferenz zwischen Kauf und Verkauf einen Gewinn zu erzielen.
Spezialitätenfonds
Investmentfonds, die sich auf Wertpapiere aus bestimmten Regionen oder bestimmten Branchen konzentrieren, z. B. Australien-Pazifik-Fonds, Rohstoff-, Technologie- oder Energiefonds - im Gegensatz zu den "klassischen" Investmentfonds.Diese Fonds setzen bei den Anlegern eine höhere Risikobereitschaft voraus und wenden sich deshalb nicht an den langfristig orientierten Sparer, sondern in erster Linie an wertpapiererfahrene Anleger, die in der Regel auch höhere Anlagebeträge investieren.
Spot-Geschäft
Handelsgeschäfte gegen sofortige Lieferung und Bezahlung.
Stagflation
Auch englische Krankheit genannt. Stagflation bezeichnet eine Marktlage, in der trotz hoher Arbeitslosigkeit Löhne und Preise weiter steigen. Der Volkswirtschaftler würde sagen: "Marktlage, gekennzeichnet durch stagnierendes Wirtschaftswachstum bei gleichzeitiger hoher Inflation mit steigender Tendenz".
Stammaktie
Wichtigster Aktientyp einer Aktiengesellschaft, da er dem Inhaber sämtliche Rechte gemäß Aktiengesetz verbrieft.
Standardpapiere
Börsenausdruck für Aktien führender Gesellschaften erstklassiger Bonität.
Storno, Stornieren
Im Geschäftsleben gebräuchliche Bezeichnung für die Rücknahme eines Handelsabschlußes.
Streifbanddepot Verwahrungsform von Wertpapieren durch Geldinstitute. Im Streifbanddepot lagernde Wertpapiere werden mit dem Namen des Kunden versehen. Die Aufbewahrung geschieht mit Hilfe von Bändern (Streifen), die über die Stücke gestreift werden.
Stücke
Andere Bezeichnung für Wertpapiere.
Stückelung
Bezeichnung für die Unterteilung der Aktie.Bei Aktien beträgt der Mindestnennbetrag in Deutschland 50,- DM pro Stück. Die bedeutendsten börsennotierten Gesellschaften in Deutschland haben sich für die 50,- DM Aktie entschieden.
Stücknotierung
Börsenkurse für amtlich gehandelte Papiere werden in Deutschland je Stück ausgedrückt und nicht mehr in Prozenten des Nennwertes. Auch die Dividendenangabe erfolgt in DM je Stück.
Syndikat
Bezeichnung für eine sehr hohe Organisationsform des Zusammenschlusses von mehreren Personen, Firmen oder auch Handelsbetrieben, in der Absicht, eine zentralisierte einheitliche Unternehmens- und Vertriebspolitik zu betreiben.
T
Kurszusatz; bedeutet: Ein Handel mit diesem Wertpapier hat nicht stattgefunden; der Kurs wurde taxiert.
Tafelgeschäft
Abwicklung eines Wertpapiergeschäftes auf der Bank, das durch Übergabe der effektiven Stücke gegen Barzahlung erfolgt.
Talon
Mit Talon bezeichnet man den Erneuerungsschein, das ist der letzte Abschnitt des Gewinnanteilbogens eines Wertpapiers.
Tarifbesteuertes Festverzinsliches Wertpapier
Seit 1955 muß der Zinsertrag nach dem jeweils geltenden Einkommensteuertarif bei allen ausgegebenen festverzinslichen Wertpapieren versteuert werden. Es ist also heute die Normalform eines festverzinslichen Wertpapieres. Von 1948 bis 1955 konnten festverzinsliche Wertpapiere ausgegeben werden, deren Zinserträge von der Einkommensteuer befreit waren.
Taxkurs
Liegen für ein Wertpapier keine Kauf- und Verkaufsaufträge vor, so wird der Kurs vom Makler taxiert. Diese Kursangabe, die durch eine solche Schätzung zustandegekommen ist, wird mit einem "T" gekennzeichnet.
Telefonhandel
Außerbörslicher Handel der Banken unter sich.
Terminbörse
Börse, auf der Termingeschäfte getätigt werden. Bekannteste Terminbörse in der BRD ist die Deutsche Terminbörse in Frankfurt/Main.
Thesaurieren
Weiß der Kuckuck, wie dieser Ausdruck an der Börse und im Wertpapierbereich Verwendung finden konnte.
Es soll zum Ausdruck bringen, daß Wertpapiererträge nicht ausgeschüttet, sondern wieder angelegt werden. Am bekanntesten ist die Anwendung von thesaurierenden Wertpapieren im Bereich der Investmentfonds. Man erkennt diese meistens schon an den Namen.
Tibor
Abkürzung für "Tokyo-Interbank-Offered-Rate". Ähnlich wie bei LIBOR oder FIBOR ist die Abkürzung TIBOR die Bezeichnung für einen Zinssatz, den ausgewählte Referenzbanken für Drei- oder Sechsmonatsgelder erheben. Dieser Zinssatz wird nur ersten Bankadressen gewährt.
Ticker
Bezeichnung für ein automatisches Kursübermittlungssystem.
Tranche
Bezeichnung für den Teilbetrag einer Wertpapieremission.
Trend
Länger anhaltende Grundrichtung.
Zum Beispiel: Der Kurs eines bestimmten Wertpapiers ist über einen längeren Zeitraum durch steigende Kurse gekenntzeichnet. Man spricht dann von einem Trend, der nach oben gerichtet ist.
Treppenzins
Zinssatz, der mit zunehmender Laufzeit steigt. Typische Kapitalanlage, die mit einem Treppenzins ausgestattet ist, sind die Bundesschatzbriefe.
Treuhanddepot
Depot, in das Wertpapiere hinterlegt wurden für einen Dritten.
Umlaufrendite
Durchschnittlicher Effektivzins für festverzinsliche Wertpapiere.
Unlimitierte Aufträge
Kauf- oder Verkaufsaufträge von Wertpapieren, die nicht begrenzt wurden.Die Aufträge beim Makler oder bei der Bank werden dann mit "bestens" oder "billigst" bezeichnet. Für den Makler bedeutet dies, den Kauf oder Verkauf der Wertpapiere zum bestmöglichen Kurs ausführen zu dürfen, entsprechend den Marktkräften von Angebot und Nachfrage.
Usancen
Im Wirtschaftsleben übliche Bezeichnung für Handelsbräuche.
Valuta
Bezeichnet die Wertstellung, d. h. das Buchungsdatum der Wertpapiere nach Geschäftsabschluß an der Börse, zu dem die Gutschrift auf dem Bankkonto durch die Bank erfolgt.
Variable Notierung
Innerhalb der Börsenzeit, d. h. der Börsensitzung, die einheitlich an allen Börsen in Deutschland von 10.30 Uhr bis 13.30 Uhr stattfindet, erfolgt bei Aktien mit Orders von 50 Stück oder einem Mehrfachen von diesem, ein ständiger Handel statt. Die Kursfeststellungen, die in diesem Handelszweig der Sitzung getroffen werden, bezeichnet man mit "Variable Notierung" oder auch mit "Fortlaufende Notierung".
Da die Kurse für jeden einzelnen Auftrag nach den Regeln von Angebot und Nachfrage zustande kommen, können die Kurse für die einzelnen Werte von Minute zu Minute verschieden sein.
Verbriefen
Besonders im Wertpapierbereich gängige Bezeichnung für die Wertpapierurkunde, die das Forderungsrecht enhält. Es ist in dieser Urkunde "verbrieft".
Verrechnungsscheck
Wird ein Scheck mit dem Vermerk "Nur zur Verrechnung" oder mit Doppelstrichen versehen, so wird aus dem Scheck ein Verrechnungsscheck. Er darf dann von den Geldinstituten keinesfalls in bar ausgezahlt werden. Die Einlösung des Verrechnungsschecks erfolgt auf dem Wege der Verrechnung, in der Regel über ein Konto.
Verzugszinsen
Bei Nichterfüllung einer fälligen oder angemahnten Geldschuld entstehen vom Tage des Verzugszeitpunktes an Verzugszinsen. Die Höhe der Verzugszinsen ist gesetzlich geregelt. Sie beträgt je nach der gesetzlichen Voraussetzung entweder 4% oder 5%. Die Höhe der Verzugszinsen kann unter den Partnern jedoch auch festgelegt werden. Liegt die vertraglich festgelegte Zinsvereinbarung über der gesetzlich bestimmten, so hat der Schuldner die höheren Zinsen zu zahlen.
Vinkulierte Aktien
Vinkulierte Aktien sind Namensaktien; sie werden mit den Personaldaten des Eigentümers ins Aktienbuch der AG eingetragen. Im Gegensatz zu den einfachen Namensaktien sind Übertragungen von vinkulierten Aktien an die Genehmigung durch den Vorstand der AG gebunden.
Volatilität
Schwankungsbreite zwischen hohen und niedrigen Kursen.
Volksaktien
Bezeichnung von Aktien, die im Zuge der Privatisierung von Bundesvermögen geschaffen wurden.
Vorbörse
Telefonhandel der Banken mit Wertpapieren börsennotierter Werte vor Beginn der Börsensitzung.
Vorzugsaktie
Mit Vorzugsaktie bezeichnet man Aktien, die mit besonderen Konditionen - sei es des Stimmrechts, des Dividendenanspruchs usw. - ausgestattet wurden.
Wandelanleihe
Schuldverschreibung von Aktiengesellschaften, die den Inhabern das Recht verbriefen, sie zu bestimmten Bedingungen in eine Aktie des Unternehmens umtauschen zu können.
Warrant
Mit "Warrant" bezeichnet man im englischen Sprachgebrauch einen Optionsschein. Er wird jetzt auch im deutschen Sprachraum überwiegend für Optionsschein verwendet.
Wert einer Aktie
Einfach gesagt, ist eine Aktie immer soviel Wert, wie andere dafür zu zahlen bereit sind. Es gibt viele Kennziffern, an denen der Wert der Aktie gemessen werden kann, z. B. das Kurs/Gewinnverhältnis, das besagt, mit dem Wievielfachen des Gewinns die Aktie bezahlt wird.
Wertpapier
Urkunde vermögensrechtlicher Art, bei der das Recht im Papier verkörpert ist, deren Besitz also notwendig ist, um das Recht geltend zu machen.
Wertpapierkredit
Bankkredit gegen Hinterlegung von Wertpapieren. Die Prozentsätze, zu denen die Banken bereit sind, die Wertpapiere als Sicherheit zu akzeptieren, können verschieden sein.
Währungsanleihen
Anleihen, die auf ausländische Währungseinheiten lauten, werden als "Währungsanleihen" bezeichnet. Die Kurstafeln in der Presse, in denen die Kurse dieser Terminkontrakte veröffentlicht werden, tragen kurz und bündig die Bezeichnung "Währungsscheine".
Währungsscheine
Börsenübliche Kurzbezeichnung für Optionsscheine auf Währungen. Die Kurstafeln in der Presse, in denen die Kurse dieser Terminkontrakte veröffentlicht werden, tragen kurz und bündig die Bezeichnung "Währungsscheine".
Zeichnen
Börsenübliche Bezeichnung für den Kauf neu ausgegebener Wertpapiere.
Zeichnungsfrist
Zeitraum, innerhalb dessen man seine Bank beauftragen muß, ein neu aufgelegtes Wertpapier zu kaufen.
Zentralbörse
Bezeichnung für die Hauptbörse eines Landes.
Zerobonds
Wird auch als "Nullkuponanleihe" bezeichnet. Ein solches Wertpapier wird abgezinst ausgegeben und bei Fälligkeit zum Nennwert - also zu 100% - getilgt.
Zertifikate
Gängiger Ausdruck für die Bezeichnung von Fondsanteilen eines Investmentfonds.
Zins
Preis, den ein Darlehnsnehmer für die befristete Überlassung von Geld bezahlen muß.
Zinseszins
Den Ertrag aus wieder angelegten Zinsen bezeichnet man mit Zinseszins.
Zinsfuss
- auch Zinssatz - genannt, ist der in Prozenten ausgedrückte Preis, der für Kredite bezahlt werden muß.
Zwischenbericht
Aktiengesellschaften müssen in bestimmten Fällen - je nach Zulassungsart an der Börse - in zeitlichen Abständen Zwischenberichte veröffentlichen.