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Faktura
Bezeichnung für Rechnung.
FAZ-Aktienindex
Wichtiger Aktienindex in Deutschland; umfaßt 100 Werte.
Federal Reserve System (FRS)
Zentralbanksystem der USA. Beschlüsse der FRS werden an allen Börsen der ganzen Welt mit größter Aufmerksamkeit verfolgt.
Federführende Bank
Als federführende Bank bezeichnet man das Kreditinstitut, welches bei einer Erstausgabe von Wertpapieren das Bankenkonsortium anführt
Feste Wechselkurse
Abmachung unter Notenbanken, die Wechselkurse bestimmter Währungen stabil zu halten.
Festgeld
Gebräuchliche Bezeichnung für Geld, welches einem Geldinstitut für einen bestimmten Zeitraum zur Verfügung gestellt wird.
Festlaufzeit
Bezeichnung für eine Anheihe, bei der insbesondere die Kündigung vor Ende der Laufdauer ausgeschlossen wurde.
Fibor
Abkürzung für "Frankfurt-Interbank-Offered-Rate". Zinssatz, der täglich als Durchschnitt aus den Zinssätzen errechnet wird, die von 12 ausgewählten Kreditinstituten der BRD für kurzfristige Ausleihungen an andere Banken erhoben werden. Der Fibor-Zinssatz hat im Wirtschaftsleben bei der Gestaltung von Verträgen eine große Bedeutung.
Fiktiver Kurs
Wird an einem Börsentag einmal eine Aktie während der Sitzung nicht gehandelt, und somit auch kein Kurs festgestellt, so wird der Kurs von den Börsenorganen taxiert. Diesen so festgestellten Kurs nennt man den Taxkurs oder auch fiktiven Kurs.
Finanzanalyse
Unter Finanzanalyse versteht man die Beurteilung der finanziellen Lage einer Unternehmung.
Fixgeschäft
Vertrag, bei dem die Leistung genau zu einem vorher festgelegten Zeitpunkt zu erbringen ist.
Fixing
Bank- und börsenübliche Bezeichnung für einen festen Zeitpunkt, zu dem etwas festgestellt wird. Wenn z. B. in den Wirtschaftsnachrichten bekanntgegeben wird: Der Dollarkurs betrug zum "Fixing" 1,65 DM oder der Goldpreis betrug zum "Fixing" per Unze 361,- DM, so bedeutet dieses, daß man zu einem festgelegten Zeitpunkt diese genannten Kurse festgestellt hatte.
Flexible Wechselkurse
Devisenmarkt eines Landes, in welchem sich der Wert der Devisen durch Angebot und Nachfrage frei bilden kann. FLOATING Bezeichnung für ein Handelsgut, das sich den veränderten Bedingungen des Marktes ständig anpaßt. Die Ursprungsbedingungen von Wertpapieren oder anderen Handelsobjekten, die "floaten", können sich während ihrer Laufzeit verändern, z. B. die Zinsen.
Floating Rates Notes
(FRN) Bank- und börsenüblicher Ausdruck für variabel verzinsliche Anleihen.
Fondsgebundene Lebensversicherung
(FLV) Lebensversicherung auf Investmentbasis als Form sachwertgesicherter Lebensversicherung. Eine gemischte Lebensversicherung die auf Basis von Anteilen eines Sondervemögens, speziell eines oder mehrerer Investmentfonds durchgeführt wird. Bietet anders als die konventionelle Lebensversicherung die Chance eines Wertzuwachses (Kurssteigerungen), aber auch das Risiko der Werteinbuße. Das Risiko kann zum Ablauf hin deutlich minimiert werden.
Fortlaufende Notierung
Wird auch "Variable Notierung" genannt. Während einer Börsensitzung findet der Handel mit Wertpapieren auf zwei verschiedenen Ebenen statt. Aufträge bis 50 Stück werden zum sogenannten Kassakurs oder Einheitskurs erledigt. Aufträge von mehr als 50 oder einem Vielfachen davon laufen über die "Fortlaufende Notierung" In diesem Marktsegment bildet sich der Kurs im freien Handel durch Angebot und Nachfrage.
Franchise-System
Vertriebssystem, bei dem selbständige Einzelhändler Markenartikel oder auch Dienstleistungen eines Unternehmens gegen Zahlung einer Lizenzgebühr verkaufen.
Freiverkehr
Im Marktsegment Freiverkehr werden Wertpapiere, die weder zur amtlichen Notierung noch zum geregelten Markt zugelassen sind, gehandelt.
Fungibilität
Bezeichnet die Eigenschaft von Gütern, Devisen und Wertpapieren, leicht austauschbar zu sein.
Fusion
Rechtliche und wirtschaftliche Vereinigung zweier oder mehrerer selbständiger Unternehmungen.
Futures
Sammelbezeichnung für Terminkontrakte aller Art.
Fälligkeit
Zeitpunkt, zu dem ein Gläubiger die versprochene Leistung verlangen kann.
G
Kurszusatz. Steht hinter einer veröffentlichten Kursangabe ein "G", so bedeutet dies, daß zu dem angegebenen Kurs Nachfrage bestand, aber kein Angebot vorhanden war.
GATT
Abkürzung für "Allgemeiner Zolltarif und Handelsabkommen". Dieses Gremium ist für die Weltwirtschaft von großer Bedeutung. Beschlüsse dieses Gremiums werden an der Börse mit starkem Interesse verfolgt.
Gebundene Aktien
Anderer Ausdruck für vinkulierte Aktien. Die Übertragung von gebundenen Aktien auf andere Personen oder Instituionen ist nur mit Zustimmung des Vorstandes erlaubt.
Geldkapital
Nicht gebundene Geldwerte einer Unternehmung, (z. B. Bankguthaben, Aktienanleihen, Kasse usw.).
Geldmarkt
Bezeichnet den Markt für kurzfristige Gelder.
Gemischte Fonds
Investmentfonds, die Aktien, festverzinsliche Wertpapiere (Rentenpapiere) und Immobilien enthalten.
Genannter Kurs
An der Börse unter Insidern gebräuchlicher Ausdruck, der besagt,daß zu einem Kurs kein Angebot und keine Nachfrage vorhanden war.
Genuss-Schein
Genußscheine verbriefen vermögensrechtliche Ansprüche und werden überwiegend von großen Aktiengesellschaften ausgegeben. In diesem Buch wird in dem Abschnitt 5 "Wertpapiere" der Genußschein genauer beschrieben.
Geregelter Markt
Marktsegment an der Börse. Dieser Markt regelt den Handel mit Wertpapieren, die die strengen Zulassungsforderungen des amtlichen Marktes nicht erfüllen können.
Gesamtschuldner
Haften mehrere Personen für ein und dieselbe Sache, z. B. für einen Geldbetrag, dann ist jede einzelne Person Gesamtschuldner. Jeder einzelne ist verpflichtet, für den Gesamtbetrag geradezustehen.
Geschlossener Fonds
Investmentfonds mit einem festgelegten Gesellschaftskapital. Die Anteile von einem geschlossenen Fonds werden von der Investmentgesellschaft nicht zurückgenommen. Die Anteile werden im Regelfall jedoch am Markt gehandelt.
Geschäftsjahr
Die Dauer eines Geschäftsjahres darf 12 Monate nicht überschreiten. In diesem Zeitraum muß eine Unternehmung den Jahresabschluß grundsätzlich vorlegen.
Geschäftsbericht
Gesetzlich vorgeschriebene Veröffentlichung einer Aktiengesellschaft.
Gesperrte Stücke
Aktien oder Anleihestücke, die sich in festen Händen befinden. Die Inhaber dieser Stücke haben sich bei der Zeichnung für einen bestimmten Zeitraum verpflichtet, diese Stücke zu halten und frühestens nach Fristablauf zu verkaufen.
Gewinn je Aktie
Kennzahl, die auf Grund einer komplizierten Aktien- und Unternehmensanalyse zustandegekommen ist. Die so ermittelte Kennzahl dient der Börsenbewertung von Akien.
Gewinnabführungs-Vertrag
Verpflichtet eine Unternehmung, ihren gesammten Gewinn an das beherrschende Unternehmen abzuführen.
Gewinnanteilschein
Abschnitt des Gewinnanteilbogens. Siehe auch Kupon.
Gewinnschuld-Verschreibungen
Schuldverschreibung mit zusätzlicher Gewinnbeteilung. Außer den Zinsen erhält der berechtigte Inhaber einer solchen Schuldverschreibung auch noch eine Gewinnbeteiligung.
Girokonto
Mit Girokonto bezeichnet man ein Konto bei einem Geldinstitut, über welches man seinen Zahlungsverkehr bargeldlos abwickeln kann.
Girosammeldepot
Normale und besonders kostengünstige Verwahrungsart von Wertpapieren bei Kreditinstituten.
Girosystem
Bezeichnet den bargeldlosen Zahlungsverkehr schlechthin.
Glattstellung
Bezeichnung für den Ausgleich einer offenen Position (Kauf oder Verkauf von Wertpapieren).
Globalanteile
Um Druck- und Verwahrungskosten zu senken, werden Anteilsrechte oftmals in einer sogenannten Globalanteilsurkunde vereinigt. (z. B. 10.000 Anteile á 50,- DM). Vorteile: Man spart den Druck von 10.000 Anteile á 50,- DM und den Verwaltungsaufwand, der sonst erforderlich wäre.
Gläubiger
Mit Gläubiger wird bei einem Kreditgeschäft der Darlehensgeber bezeichnet.
Goldanleihe
Um Anleihegläubigern Schutz vor Inflation zu gewähren, gibt es Anleihen, bei denen die Tilgungs- und Zinszahlungen an die Entwicklung des Goldpreises gekoppelt sind.
Gratisaktie
Bezeichnung für Aktien, die aus Gesellschaftsmitteln finanziert werden.
Beispiel: Bei Ausgabe von Gratisaktien im Verhältnis von 4 : 1 erhält ein Aktionär für vier in seinem Besitz befindliche alte Aktien eine Gratisaktie dazu. Zum Ausgleich wird jedoch auch ein Bezugsrechtsabschlag vorgenommen.
Grossaktionär
Als Großaktionär bezeichnet man einen Aktionär, der einen bedeutenden Einfluß auf eine Aktiengesellschaft ausübt.
Grosse Stücke
Börsenüblicher Ausdruck für Wertpapiere mit einem Nennwert von DM 100.000 und darüber.
Growth and Income Fund
Fonds dessen Portefeuille (Wertpapierbestand des Fonds) vor allem Standardaktien, Vorzugsaktien und Wandelanleihen enthält. Anlageziele sind Kapitalwachstum und hohe Erträge.
Growth Fund
Wachstumsfonds, d. h. ein Investmentfonds, der in erster Linie auf langfristiges Kapitalwachstum ausgerichtet ist.
Grundkapital
Mit Grundkapital bezeichnet man die Kapitalsumme einer Aktiengesellschaft, die in Aktien zerlegt von den Kapitalanlegern gezeichnet wurde.
Habenzinsen
Banküblicher Ausdruck für Zinsen, die einem Kontoinhaber für Guthaben zustehen.
Handel per Erscheinen
Man kann an der Börse, im Freiverkehr, mit Aktien handeln, noch bevor die Aktien offiziell an der Börse eingeführt sind. Diese Geschäftstätigkeit bezeichnet man mit "Handel per Erscheinen".
Hauptversammlung
Mindestens einmal jährlich muß bei einer Aktiengesellschaft eine Hauptversammlung stattfinden. Im Rahmen dieser Hauptversammlung üben die Aktionäre ihre Rechte aus.
Hausse
Sehr starke, nach oben gerichtete Kursentwicklung an der Börse.
Hedging
Um das Kursrisiko zu vermindern, wird bei der Zusammenstellung eines Wertpapierdepots oftmals eine Gegenposition gebildet; das heißt, das Depot ist so zusammengestellt, daß Kursverluste bestimmter Wertpapiere durch Wertsteigerungen im Options und Termingeschäft ausgeglichen werden. Diese Zusammenstellung des Depots wird mit "Hedging" bezeichnet.
Hochzinspolitik
Maßnahmen, die darauf abstellen, die Kredite erheblich zu verteuern. Zweck einer Hochzinspolitik ist es, die effektive Gesamtnachfrage zu dämpfen. Solche Maßnahmen werden an der Börse sofort registriert und finden in heftigen Kursausschlägen ihren Widerhall.
Holdinggesellschaft
Gesellschaft, die in der Regel einzig zu dem Zweck gegründet wird, Aktien- bzw. Gesellschaftsanteile anderer Unternehmen zu erwerben, um sie zu verwalten und mit ihrer Hilfe die betreffenden Unternehmen zu beherrschen.
Ibis
Abkürzung von Inter-Banken-Informations-System. Über dieses Informationssystem können Banken im Telefonhandel börsentäglich von 9.00 - 17.00 Uhr Aktienwerte handeln. Die Träger von IBIS planen den Ausbau zu einer Computerbörse.
Immobilien
Grundstücke und die mit den Grundstücken zusammenhängenden Gebäude bezeichnet man als Immobilien.
Immobilienfonds
Man unterscheidet zwischen offenen- und geschlossenen Immobilienfonds. Offene Immobilienfonds weisen gleiche Rechtskonstruktionen wie Wertpapierinvestmentfonds auf. Das Grundstücksvermögen, das aus mindestens zehn Objekten besteht, wird von einer Kapitalanlagegesellschaft (Fondsgesellschaft) als Sondervermögen verwaltet. Die Anteilsinhaber sind in Höhe Ihrer Einzahlung indirekt Mitbesitzer der Liegenschaft des Fonds. Es besteht kleine Anteilsstückelung (um DM 100), Risikostreuung durch die Beteiligung des Fonds an vielen unterschiedlich belegenen (regionale Streuung) und genutzten (Wohn-, Gewerbe-) Objekten, Rücknahmeverpflichtung der Fondgesellschaft für ausgegebene Anteile zum Tageskurs. Steuervorteile entstehen durch teilweise steuerfreie Ausschüttungen und steuerfreie Wertzuwächse der Immobilien und damit der Anteile. Geschlossene Immobilienfonds (verkürzt dargestellt) sind direkte unternehmerische Beteiligungen an (üblicherweise) einem bestimmten Objekt. Der Anteilszeichner beteiligt sich zumeist über den Erwerb von Kommanditanteilen an der Erwerbergesellschaft. Die Anlagesummen pro Anteil betragen i.d.R ab DM 25.000,00 aufwärts. Wenn die für die Realisierung des Objekts notwendigen Summe von den Anteilseignern gezeichnet ist, wird der Fonds "geschlossen", d.h. es werden keine weiteren Anteile für dieses Objekt ausgegeben. Den Anteilinhabern werden die Einnahmen und Ausgaben, die die Objekte betreffen, insbesondere steuerliche Abschreibungen, direkt zugerechnet.
Indexklausel
Wertsicherungsklausel in Verträgen. Bestimmte vertragliche Abmachungen sind an die Entwicklung eines Indexes gekoppelt.
Indexscheine
Börsenübliche Kurzbezeichnung für Optionsscheine auf Indices. Die Kurstafeln in der Presse über die Kurse dieser Terminkontrakte tragen die Bezeichnung "Indexscheine".
Indexziffern
Meßziffern, die eine Zahlenreihe übersichtlicher gestalten, da der Basiswert zu einem bestimmten Zeitpunkt mit 100 angesetzt wird. Zahlen des gleichen Untersuchungsobjektes, die später hinzukommen, werden im Verhältnis umgerechnet. Mit einem Blick kann man sofort erkennen, ob etwas größer oder kleiner geworden ist.
Industrieaktien
Die Aktien von Industrieunternehmen bezeichnet man als Industrieaktien.
Industrieobligation
Klassisches Instrument der langfristigen Kreditfinanzierung von Handels- und Verkehrsunternehmen. In der Regel können nur Unternehmen mit hohem Ansehen solche Industrieobligationen auflegen.
Inflation
Mit Inflation bezeichnet man eine Volkswirtschaft, bei der die Geldmenge höher ist als das Angebot an Waren. Die Folge sind steigende Preise und Entwertung des Geldes. Zahlen aus der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung, die auf Inflationstendenzen hindeuten, werden an der Börse mit größter Aufmerksamkeit registriert.
Infrastruktur
Organisatorischer und technischer Unterbau einer Wirtschaft, ohne die eine hochentwickelte Volkswirtschaft nicht gedeihen kann. Zum Beispiel: Straßen- und Schienennetz, Verkehrsnetz schlechthin, Versorgungsleitungen, Arbeitskräfte usw.
Inhaberaktie
Aktie, die auf den Inhaber und nicht auf den Namen lautet. Die Inhaberaktie ist in Deutschland die vorherrschende Aktienform.
Innovationen
Bezeichnung für die Einführung praktisch durchgeführter Neuerungen in Betrieben, Verwaltungen usw.
Zum Beispiel: Einführung neuer Herstellungsverfahren unter Anwendung und Ausnutzung des technischen Fortschritts, Erschließung neuer Märkte, Reorganisation des Vertriebs und der Unternehmensführung. Ohne ständige Innovationen in den Betrieben wären Wirtschaftswachstum und materieller Wohlstand in der heutigen Form nicht möglich gewesen.
Insider-Handels-Richtlinien
Es handelt sich bei den Insider-Handelsrichtlien um ein Regelwerk auf freiwilliger Basis. Es soll verhindern, daß bestimmte Personen aus dem Informationsvorsprung, den diese kraft ihrer Stellung haben, Geschäfte in Insiderpapieren zum eigenen Vorteil oder zum Vorteil Dritter abschließen können. Die Insider-Handelsrichtlinien haben für Marktteilnehmer des amtlichen Handels und des geregelten Marktes Gültigkeit.
Institut Für Weltwirtschaft
(IFW) Institut an der Universität Kiel. Es besitzt eine der größten wirtschaftswissenschaftlichen Spezialbibliotheken der Welt und ist eine recht bedeutende Forschungsstätte der Wirtschaft. Geforscht, gelehrt und beobachtet werden wirtschaftliche Zusammenhänge in der Welt.
Interimsschein
Auch Zwischenschein genannt. Vorläufige Bescheinigung über den Besitz von Wertpapieren vor ihrer endgültigen Ausfertigung.
Internationale Finanzmärkte
Grenzüberschreitende Finanzmärkte werden bezeichnet als Internationale Finanzmärkte; z. B. Euro-Dollarmarkt, Asien-Dollarmarkt, Euro-Kapitalmarkt usw.
Internationale Fonds
Die Satzung des Fonds erlaubt die Anlage des Fondsvermögens ohne geographische Grenzen, in der jeweils nationalen Währung.
Internationaler Währungsfonds (IWF)
Zur Stärkung des Welthandels sowie der Wirtschaften der Mitgliedstaaten wurde l945 der Intenationale Währungsfond errichtet. In seinen Statuten sind Maßnahmen vorgesehen, die allgemein die Wechselkurse der Mitgliedstaaten stabil halten sollen. Etwa 150 Staaten gehören dem IWF an. Sitzungen und Beschlüsse des IWFs sind stets von allergrößter Bedeutung und haben in der Regel Einfluß auf die Kurse an der Börse.
Investment-Zertifikat
Wertpapier, in dem die Eigentumsrechte am Vermögen eines Investmentfonds verbrieft sind.
Investmentanteile
Investmentanteile sind eine Sparform vor allem für kleine und mittlere Kapitalanleger. Maßgebend für die Qualität eines Investmentfonds sind die Zusammensetzung des Fondsvermögens, die Leistungen des Fondsmanagements, die Bonität der hinter der KAG (Kapitalanlagegesellschaft = Fondsgesellschaft) stehenden Bank oder Bankengruppe. Die anlagepolitischen Maßnahmen der Fondsleitung müssen von der gesetzlich vorgeschriebenen Depotbank laufend auf ihre Recht- und Vertragsmäßigkeit überwacht und von Wirtschaftsprüfern überprüft werden. Das Fondsmanagement wird von Spezialisten durchgeführt. Ihre Performance (Ergebnis) spiegelt sich in der Entwicklung der Anteile wieder. Der Erfolg einer Investmentanlage wird nicht allein durch den Ausschüttungsbetrag, sondern auch durch die Anteilpreisveränderung während des Anlagezeitraums bestimmt. Beide Größen zusammen ergeben die Wertentwicklung als aussagefähiges Qualitätsmerkmal eines Fonds. Will man Fonds miteinander vergleichen, müssen die jeweiligen Anlagestrukturen übereinstimmen. Darüber hinaus müssen die möglichst langfristigen Vergleichszeiträume identisch sein. Kurzfristige Vergleiche könne durch Sonderfaktoren verzerrt sein. Da es sich beim Investmentsparen um eine längerfristige Vermögensanlage handelt, ist der Vergleich um so aussagekräftiger, je länger der Vergleichszeitraum gewählt wird. Wichtigstes Kennzeichen der Fondsanteile ist die Minderung des Kursrisikos durch Mischung im Fondsvermögen = Risikostreuung, bei gleichzeitiger Beteiligung am Wachstum der Wirtschaft. Die Anteile basieren also auf den Vermögenswerten und der Ertragskraft der Unternehmen an denen der Fonds beteiligt ist. Kursschwankungen schlagen sich in der Preisen der Fondsanteile nieder. Die in Deutschland zugelassenen Investmentgesellschaften unterliegen dem "Gesetz über Kapitalanlagegesellschaften (KAGG)". Sie haben den Status von Kreditinstituten und unterstehen damit der Bankenaufsicht. Die in Deutschland zugelassenen Investmentgesellschaften sind verpflichtet, die Ihnen angebotenen Anteile zum Tageskurs zurückzunehmen.
Investmentfonds
Sondervermögen einer Investmentgesellschaft, das aus dem eingelegten Geld von Kapitalanlegern gebildet wurde. Die Investmentgesellschaft tätigt im eigenen Namen nach dem Grundsatz der Risikomischung Wertpapiergeschäfte mit dem Ziel, den Wert des Sondervermögens zu vermehren. An die Kapitalanleger werden Anteilscheine ausgegeben. Die Kapitalanleger sind entsprechend ihrer Einlage an der Wertentwicklung des Fonds beteiligt.
Investmentgesellschaft
Geschäftszweck einer Investmentgesellschaft ist es, einen oder mehrere Investmentfonds zu verwalten.
Junge Aktie
Bezeichnung für jene Aktien, die im Rahmen einer Kapitalerhöhung ausgegeben wurden. Die Kursnotiz "Junge" bleibt bis zum Tag der nächsten Hauptversammlung bestehen.
Kapitalerhöhung
Maßnahme einer Unternehmung, das Eigenkapital zu erhöhen. Bei Kapitalgesellschaften, insbesondere bei denen, die an der Börse gehandelt werden, ist dieses gesetzlich geregelt.
Kapitalertragsteuer (KapESt)
Erhebungsform der Einkommensteuer, bei der die Einkommensteuer an der Einnahmenquelle durch Abzug erhoben wird. Die Kapitalertragsteuer muß in die Einkommensteuererklärung mit aufgenommen werden und wird mit der fälligen Einkommensteuer vom Finanzamt für den Steuerpflichtigen verrechnet.
Kapitalgesellschaft
Unternehmensform, die im Gegensatz zur Personengesellschaft nur mit ihren Kapitalanteilen haftet. Die Rechtsform einer Kapitalgesellschaft haben zum Beispiel Aktiengesellschaften (AG) und Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbH).
Kapitalmarkt
Bezeichnung für den Markt lang- und mittelfristiger Kredite, oder auch die Anlage von Kapital in Wertpapieren mit mittel-bis langfristigen Anlagehorizont.
Kapitalmarktpapiere
Länger laufende Wertpapiere aller Art, wie Aktien, Anleihen usw.
Kapitalmarktzins
Gängiger Ausdruck für den aktuellen Zins, der aufgrund der Marktlage im Augenblick für mittel bis langfristige Kapitalanlagen zu erzielen ist.
Kartelle
Absprachen von privaten und öffentlichen Unternehmen oder auch von Verbänden mit dem Ziel, durch Einschränkung des Wettbewerbs sich am Markt Vorteile zu verschaffen.
Kassageschäft
Börsengängiger Ausdruck für den Kauf und Verkauf von Wertpapieren. Bei einem Kassageschäft hat die Zahlung des Kaufpreises und die Lieferung sofort zu erfolgen.
Kassakurs Gegen 12.15 Uhr wird börsentäglich an allen deutschen Börsen für die börsenfähigen Wertpapiere der sogenannte "Kassakurs" festgestellt. Nach einem bestimmten Verfahren werden die Kauf- und Verkaufsaufträge von weniger als 50 Stück verglichen und hiernach der Kurs ermittelt. Der amtlich bestellte Kursmakler verkündet dann den "Kassakurs" oder "Einheitskurs". Alle Aufträge zum Kassakurs müssen bis ca. 11.30 Uhr bei den Banken zur Weiterleitung vorliegen. Die Aufträge mit mehr als 50 Stück werden innerhalb der Börsensitzung im sogenannten "Variablen Handel" abgewickelt. In diesem Handelszweig der Börse bilden sich die Kurse nach Angebot und Nachfrage.
Kassenobligationen
Bezeichnung für Anleihen mit mittlerer Laufzeit von etwa 3 - 5 Jahren und hoher Stückelung. Sie werden in der Regel vom Bund, von der Bundesbahn, Bundespost und den Ländern ausgegeben. Die Tilgung erfolgt in einem Betrag. Sie haben eine feste Verzinsung.
Kaufoption
Recht, das seinen Erwerber berechtigt, aber nicht verpflichtet, innerhalb einer bestimmten Frist oder zu einem bestimmten Zeitpunkt vom Verkäufer die Lieferung des Objektes - zum Beispiel von Aktien - zu einem vorher festgelegten Preis zu verlangen.
Kaufsignal
Börsenüblicher Begriff. Für den Börsianer kann ein Kaufsignal z. B. gegeben sein, wenn Charts eine bestimmte Formation einnehmen.
Kiss
Abkürzung für Kurs-Informations-Service-System der Frankfurter Wertpapierbörse.Das System erfaßt in Echtzeit die Kurse aller an der Frankfurter Wertpapierbörse amtlich gehandelten Aktien.
Kleinaktionär
Bezeichnung für einen Aktionär, der lediglich wenige Aktien eines Unternehmens besitzt.
Knapp Behauptet
Tendenzbezeichnung für einen bestimmten Kursverlauf an der Börse. Siehe Kurstendenzen.
Kommunalanleihe
Bezeichnung für eine Anleihe, die von Städten, Gemeinden oder Gemeindeverbänden ausgegeben wird.
Konditionen
Konditionen sind die Bedingungen, zu denen Wertpapiere ausgegeben werden.
Konglomerat
Bezeichnung für einen Konzern, in dem verschiedene Wirtschaftszweige zusammengefaßt sind. Diese Bezeichnung wir heute kaum noch angewendet; gebräuchlich ist heute die Bezeichnung Mischkonzern.
Konkurs
Bezeichnung für die dauernde Zahlungsunfähigkeit und das Ende einer Unternehmung
Konsoldierung
Im Bereich der Banken und Börsen wird der Ausdruck Konsolidierung im wesentlichen verwendet für die finanzielle Umstrukturierung einer Firma oder Unternehmung.
Konsortium
Loser Zweckverband von Geschäftsleuten oder Unternehmen zur Durchführung von Geschäften.Im Banken- und Börsenbereich erscheint diese Bezeichnung sehr oft bei der Erstausgabe von Wertpapieren einer Unternehmung. Das Konsortium übernimmt den gesamten geschäftlichen Ablauf, der mit dem Vertrieb und der Börseneinführung der Wertpapiere verbunden ist.
Kontokorrentkredit
Kredit in laufender Rechnung über das Girokonto.
Kontrakt
Börsenübliche Bezeichnung für kleinste handelbare Einheit an den Terminbörsen (z. B.: 1 Kontrakt sind 50 Aktien der Allianz Versicherungs-AG).
Konvertibilität
Bezeichnet die freie Austauschbarkeit von Devisen.
Konzern
Zusammenfassung mehrerer rechtlich selbständiger Unternehmen unter einheitlicher Führung.
Korrelation
Bezeichnung für den Vergleich von Zahlenreihen, von denen man annimmt, daß sie zueinander in Beziehung stehen. Zum Beispiel wird an der Börse der Kursverlauf stets mit den Umsätzen und diversen weiteren Daten verglichen.
Kredit
Banküblicher Begriff für die Gewährung einer Geldsumme an einen Kreditnehmer.
Kreditkarte
Mittel des bargeldlosen Zahlungsverkehrs.Der Karteninhaber erhält unter Vorlage der Karte und seiner Unterschrift die Ware. Der Aussteller der Karte - in der Regel eine Bank - bezahlt die Rechnung des Verkäufers. Der Karteninhaber erhält später Kontoauszüge über die vorgenommenen Buchungen.
Kulisse
Die Börsianer verstehen unter Kulisse die Gesamtheit jener Personen, die am Börsenhandel direkt teilnehmen dürfen und dabei auf eigene Rechnung kaufen und verkaufen. Im Gegensatz zu der Kulisse stehen die Bankenvertreter (Effektenhändler), die nur im Auftrag einer Bank oder deren Kunden Geschäfte abschließen.
Kupon
Sammelbegriff für die Abschnitte des Kuponbogens, der in der Regel zu einem Wertpapier gehört. Diese Abschnitte oder "Kupons" werden bei den verschiedenen Wertpapieren unterschiedlich bezeichnet, und zwar bei Aktien mit"Gewinnanteilschein", bei Investmentzertifikaten mit "Erträgnisschein" und bei festverzinslichen Wertpapieren mit "Zinsschein".
Kurs
Mit Kurs bezeichnet man den aktuellen Preis eines Wertpapieres.
Kurs-Gewinn-Verhältnis
Verhältniszahl, die etwas über die Preiswürdigkeit einer Aktie aussagen soll.
Kursbericht
ist die Bezeichnung für den Tagesbericht über den Börsenverlauf,oft mit Kurszettel bezeichnet, der dann üblicherweise von den Kreditinstituten zum Aushang gebracht wird.
Kursblatt
Jeder der acht deutschen Wertpapierbörsen ist verpflichtet, an jedem Börsentag ein amtliches Organ herauszugeben, das "Kursblatt". Es enthält die Tageskurse aller an der jeweiligen Börse notierten Wertpapiere.
Kursmakler
Vereidigter amtlicher Makler, der an der Börse tätig ist. Den Kursmaklern obliegt die Feststellung amtlicher Kurse an der Börse. Sie werden durch die zuständige Landesregierung auf Vorschlag des Börsenvorstandes ernannt.
Kurspflege
Kursstützung durch interessierte Stellen, um größere Kursschwankungen zu vermeiden.
Kurstendenzen
Am Anfang oder am Ende der Veröffentlichung von Kurstafeln wird man einen Hinweis über die Tagestendenz entdecken, den die Kurse am aktuellen Berichtstag an der Börse hatten.
Tendenzen:
In dem Bestreben, die Tendenzen noch genauer auszudrücken, werden den Tendenzbezeichnungen oftmals noch Zusätze vorangestellt, z. B. "etwas leichter" oder "knapp behauptet" usw. Auch Tendenzbezeichnungen wie "Stabil, unverändert, lustlos, ruhig oder nachgebend" sind durchaus gebräuchlich.
Kurszusätze
Sie dienen der genaueren Kennzeichnung der Marktlage im Verhältnis von Angebot und Nachfrage am Börsentag. Hinter den veröffentlichten Kursen auf dem Kurszettel stehen oftmals Buchstaben. Diese Buchstaben sind von allergrößter Bedeutung, denn sie bezeichnen die Marktlage der jeweiligen Aktiengesellschaft am Börsentag.
Bezeichnung:
b. bezahlt: Alle Kaufwünsche und Verkaufsaufträge wurden ausgeführt.
G. Geld: Zu diesem Kurs bestand Nachfrage, aber kein Angebot.
B. Brief: Verkaufsangebote lagen zu diesem Kurs vor, jedoch keine Kaufangebote.
bG. bez.Geld: Alle Verkaufsaufträge zu dem angegebenen Kurs wurden ausgeführt, es bestand aber noch weitere Nachfrage.
bB. bez.Brief: Alle Kaufaufträge auf dieser Kursbasis wurden befriedigt, es lag jedoch noch weiteres Angebot vor.
T. Taxkurs: Diese Aktie wurde nicht gehandelt. Der Kurs wurde taxiert.
exD. Ex Dividende: Aktie wird von jetzt an ohne Anspruch auf Jahresdividende gehandelt.
Dieser Kurszusatz wird nur am Tage des Dividendenabschlags der Kursangabe hinzugefügt. exB. Ex Bezugsrecht: Aktie wird ohne Anspruch auf Bezug junger Aktien gehandelt. Dieser Kurszusatz wird nur am Tage des Bezugsrechtsabschlags der Kursangabe hinzugefügt.
--. gestrichen: Diese Aktie wurde am heutigen Tage nicht gehandelt. Fehlen diese Kurszusätze, so bedeutet es, daß alle Kauf- und Verkaufsaufträge zum sog. "Kassakurs" oder "Einheitskurs" erledigt wurden.
Kux
Wertpapier einer bergrechtlichen Gewerkschaft. Diese Rechtsform besteht seit 1986 nicht mehr.
Landeszentralbanken
(LZB) In jedem Bundesland wurde eine Landeszentralbank eingerichtet. Die LZB unterstehen unmittelbar den Weisungen der Bundesbank.
Lebensversicherung
Personenversicherung. Eine Lebensversicherung bietet Versicherungsschutz gegen die wirtschaftlichen Folgen des Todes für die Hinterbliebenen. Die verbreiteste Form ist die gemischte LV oder Kapitalversicherung. Durch diese Form wird das Leben der versicherten Person versichert - wie oben beschrieben - jedoch wird die Versicherungssumme bei Ablauf mit Gewinnanteilen ausgezahlt.
Leerverkauf
Verkauf von Wertpapieren an der Börse, ohne daß sich diese im Besitz des Verkäufers befinden. Leerverkäufe können in Deutschland nur durch den Berufshandel getätigt werden.
Leverage-Effekt
zu Deutsch: Hebel. Dieser Ausdruck wird angewendet beim Optionshandel. Der Inhaber einer Kauf- oder Verkaufsoption hat einen "Hebel" oder "Leverage" im Gegensatz zum Aktienhalter, denn er hat einen größeren prozentualen Gewinn oder Verlust bei gleicher Kursbewegung der Aktie zu erwarten.
Libor
Abkürzung für London Interbank Offered Rate. Der LIBOR-Zinssatz spielt bei allen internationalen Kreditgeschäften eine große Rolle.
Limit
Börsenauftrag mit fester Kursangabe. Bei einem Verkauf darf dieses Limit nicht unterschritten, bei einem Kauf darf diese Kursangabe nicht überschritten werden. Den Börsenusancen entsprechend gilt ein gesetztes Limit entweder für den Börsentag oder bis zum jeweiligen Monatsende. Soll das Limit über das Monatsende hinaus bestehen bleiben, so muß es erneuert werden.
Liquidität
Bezeichnung für die derzeitige Zahlungsfähigkeit einer Unternehmung. Die Gewährleistung der Liquidität ist im Geschäftsleben von allergrößter Bedeutung.
Lombardsatz
Zins, zu welchem die Deutsche Bundesbank den Kreditinstituten gegen die Verpfändung bestimmter Wertpapiere und Schuldbuchforderungen kurzfristige Kredite einräumt. Welche Wertpapiere zur Beleihung zugelassen sind, ergibt sich aus dem von der Bundesbank veröffentlichten Lombardverzeichnis. Die Höhe des Lombardsatzes wird an der Börse aufmerksam verfolgt und hat in der Regel unmittelbare Auswirkungen auf die Kursentwicklung, besonders auf die der festverzinslichen Wertpapiere.
Lombardverzeichnis
Amtliches Verzeichnis der Deutschen Bundesbank der lombardfähigen Wertpapiere (siehe Lombardsatz).
London International Financial Futures Exchange (LIFFE)
Bedeutendste Terminbörse in Europa. Welch große Bedeutung Londoner Terminbörse für die Abwicklung von Geschäften in Europa hat, möge nachfolgende Zahl belegen. Noch Im Dezember 1990 betrug der tägliche Umsatz in Bund- Futures, also der Handel mit deutschen Titeln, in London noch das 12-fache des in Frankfurt abgewickelten Geschäftes.
Lustlos
Bezeichnung für eine Marktlage an der Börse mit geringen Börsenumsätzen.
Länderanleihen
Anleihen, die von den Ländern der BRD ausgegeben werden.