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Call
Bezeichnung, welche im Termin- und Optionsgeschäft angewendet wird.Der Inhaber eines "Calls" hat das Recht, innerhalb oder am Ende eines festgelegten Zeitraumes zu einem vorher bestimmten Preis ein Handelsgut, zum Beispiel Aktien, zu erwerben. Für dieses Recht zahlt der Inhaber des Calls eine Prämie.
Cash Flow
Analyseverfahren, welches darüber Auskunft geben soll, wie gut die Ertragskraft eines Unternehmen ist. Der "Cash flow" wird dargestellt in Form von Kennziffern, die dann in verschiedenen Wirtschaftsmagazinen und Zeitungen bei Unternehmensvergleichen Verwendung finden.
Chartanalyse
Technische Analyse, die sich mit den Kursverläufen auf den Finanzmärkten beschäftigt.
Charts
Graphische Darstellungen von Kursen, Zinsen, Waren usw. über vorgegebene Zeiträume.
Commerzbankindex
Ältester Aktienindex in der Bundesrepublik Deutschland. Er enthält 60 Werte.
Computerbörse
Bezeichnung für computergestützten Wertpapierhandel. Am bekanntesten sind z. Zt. die im Aufbau befindlichen Systeme IBIS und MIDAS.
Cost-Averaging
Durchschnittskostenmethode oder Durchschnittspreisverfahren. Ein anlagepolitisches Verfahren, das darin besteht, daß ein Kapitalanleger einen z. B. monatlich oder vierteljährlich feststehenden Betrag für den Kauf von bestimmten Investmentanteilen (auch Aktien, Währungen u. a) verwendet. Durch ein solches Vorgehen - über mehrere Kurszyklen hinweg - sichert sich der Anleger auf längere Frist einen günstigeren mittleren Durchschnittspreis pro Anteil, da er die Titel sowohl bei steigenden als auch bei fallenden Kursen erwirbt. Der fixe Betrag bewirkt zwangsläufig, daß von teureren Anteilen eine kleinere, von billigeren Anteilen eine größere Anzahl gekauft wird.
Coupon
Siehe "Kupon".
Courtage
Vergütung, die den Börsenmaklern für ihre Vermittlertätigkeit zusteht.Die Courtagesätze werden je nach Wertpapierart (Aktien, Anleihen usw.) unterschiedlich berechnet; bei Aktien in Promille vom Umsatz und keine Mindestvergütung. Bei Anleihen erfolgt die Berechnung auch vom Umsatz aus, aber die Promillesätze sind je nach Umsatzhöhe gestaffelt. Außerdem ist bei Anleihen eine Mindestvergütung vorgesehen.
Covered Warrants
Von "Covered Warrants" spricht man, wenn der Ausgeber dieser Warrants (Optionen) einen Deckungsbestand von den versprochenen Wertpapieren nachweist. Zum Beispiel: Eine Bank gibt Optionsscheine (warrants) auf VW-Aktien aus. Dann muß diese Bank nachweisen, daß sie die versprochenen VW-Aktien auch tatsächlich besitzt. Wenn dieses so ist, dann sind diese Optionsscheine, "gedeckte Optionen" oder"covered warrents".
Currency Warrants
Optionsscheine auf Devisen. Der Inhaber hat das Recht, in einem vorher bestimmten Zeitraum, zu einem festgelegten Kurs Devisen zu beziehen.
Dachgesellschaft
Ist im handelsüblichen Sprachgebrauch die Bezeichnung für eine Gesellschaft, die die Unternehmungen eines Konzern finanziell zusammenfaßt. In der Regel geschieht dies in der Weise, daß sie die Aktienmehrheit der übrigen Gesellschaften besitzt.
Damnum
Bezeichnung für den Abzug vom Nennwert eines Darlehens. Es ist die Vergütung, die für die Gewährung des Darlehens an den Kreditgeber gezahlt wird.Das Damnum wird gleich von dem auszuzahlenden Darlehensbetrag abgezogen.
Datowechsel
Wechsel, der zu einem bestimmten Zeitpunkt nach Ausstellung zahlbar gestellt ist.
Daueremittenten
Bezeichnung für Institutionen, die ständig den Katitalmarkt beanspruchen, z. B. die Bundesrepublik Deutschland, die Post, die Bahn usw.
Dax® - Index
In diesem Aktienindex sind 30 der bedeutendsten Werte der Bundesreplublik zusammengefaßt. Der DAX® ist inzwischen der offizielle deutsche Aktienindex schlechthin geworden. Er wird im sog. Laufindex bekanntgegeben, d. h. er wird jede Minute neu berechnet und ist Grundlage an der Frankfurter Wertpapierbörse.
Dealer
Bezeichnung für Personen, die handeln; in diesem Falle, die mit Wertpapieren handeln.
Deckungsstock
Dieses ist ein typisch versicherungstechnischer Begriff.Als Deckungsstock bezeichnet man diejenigen Vermögensteile, die in erster Linie zur Deckung der unmittelbaren Ansprüche der Versicherten bestimmt sind, im wesentlichen aus der Lebensversicherung, der Unfallversicherung und der Krankenversicherung.Für die Zusammensetzung des Deckungsstockes gelten strenge gesetzliche Vorschriften.
Deckungsstockfähige Wertpapiere
Dieses sind Wertpapiere, die auf Grund der strengen gesetzlichen Auflagen für deckungsstockfähig erklärt wurden und von Versicherungsgesellschaften zur Sicherung der Ansprüche von Versicherten im sogenannten Deckungsstock verwahrt werden.
Deflation
Marktsituation, gekennzeichnet durch eine Verminderung des Geldumlaufs. Gegenläufige Marktsituation: Inflation.
Depot
Bezeichnung, die üblicherweise von den Geldinstituten für die Verwaltung von Wertpapieren Dritter angewendet wird.
Depotauszug
Mindestens einmal im Jahr muß auf Grund von gesetzlichen Bestimmungen das Kreditinstitut, welches Wertpapiere in einem Depot eines Kunden verwahrt, dem Kunden eine detaillierte Aufstellung zukommen lassen. Das ist der sog. Depotauszug.
Depotbank
Als solches bezeichnet man ein Kreditinstitut, welches berechtigt ist, Wertpapiere zur Verwahrung und zur Verwaltung in Depots zu übernehmen.
Depotstimmrecht
Kreditinstitute, die Wertpapiere ihrer Kunden verwalten - in den sog. Depots - bemühen sich, das Stimmrecht ihrer Kunden übertragen zu bekommen. Sie nehmen dann teil an den Hauptversamm- lungen der Aktiengesellschaften oder sonstiger Kapitalgesellschaften und stimmen dann nach Weisung der Kunden oder aufgrund von eigenen Empfehlungen. Das so ausgeübte Stimmrecht nennt man das Depotstimmrecht.
Depression
Bezeichnung für eine sehr schlechte Wirtschaftslage. Eine milde Form der Depression wird mit Rezession bezeichnet.
Deutsche Terminbörse (DTB)
Die Deutsche Terminbörse hat Ende Januar 1990 den Handel aufgenommen. Termingeschäfte sind hoch spekulativ. Es sind Zeitgeschäfte, d. h. geliefert wird später. Die Preise werden aber jetzt schon festgelegt und können natürlich zu großen Gewinnen, aber auch Verlusten führen. Die Funktionsweise der Deutschen Terminbörse kann in diesem Buch nur gestreift werden.
Devisen
Bezeichnung für fremde Währungseinheiten schlechthin.
Disagio
Dieser Begriff wird unter Abgeld ausgiebig erläutert.
Diskontierung
Dieser Begriff aus dem Wechselgeschäft wird jetzt häufig bei allen möglichen Handelsgeschäften angewendet und bedeutet, daß künftige Forderungen und Leistungen, z. B. Provisionen, Tantiemen, Löhne usw., die eigentlich erst zu einem späteren Zeitpunkt fällig wären, schon im voraus "diskontiert", also ausgezahlt, werden.
Diskontsatz
Offiziell von der Zentralnotenbank festgesetzter Zinsfuß, zu dem die Landeszentralbanken an Geschäftsbanken gegen entsprechende Sicherheiten Geld verleihen. Veränderungen des Diskontsatzes werden an der Börse sofort registriert und führen oftmals zu heftigen Kursausschlägen.
Disparität
Soll im Börsenbereich die unverhältnismäßig große Ungleichheit eines Wertpapiers ausdrücken, die zwischen dem Preis (Kurs) des Wertpapiers und seinem Nennwert liegt.
Dispositionskredit
Besonders günstiger Kredit, den Banken ihre Kunden einräumen, die ein Konto unterhalten.
Diversifikation
Bezeichnet im Wertpapieranlagebereich die Streuung der Wertpapiere in einem Depot.
Dividende
Mit Dividende bezeichnet man die Gewinnanteile der Aktionäre von Aktiengesellschaften. Die Dividenhöhe wird auf der Hauptversammlung einer Aktiengesellschaft festgelegt. Die Dividendenzahlung erfolgt dann gegen Einreichung des entsprechenden Gewinnanteilscheines, der bekanntgegeben wird. Befinden sich die Wertpapiere in einem Wertpapierdepot einer Bank, so übernimmt die Bank die Überwachung der Gewinnanteile und überweist das Gewinnguthaben auf ein Konto ihres Kunden.
Dividendenabschlag
Dieser Begriff spielt in der Zeit unmittelbar nach Bekanntgabe der entsprechenden Dividende einer Aktiengesellschaft eine Rolle. Aktien, die weiterhin gehandelt werden und die den entsprechenden Gewinnanteilschein (Coupon) bereits eingelöst haben, bezeichnet man als Aktien ex Dividende. Diese Aktien, die bereits ihre Dividende in Empfang genommen haben, werden gehandelt mit "ex Div" hinter der Kursangabe.
Dividendenbogen
ist genau dasselbe wie der Couponbogen oder Gewinnanteilbogen.
Dividendengarantie
ist die Gewährleistung einer Mindestdividende an bestimmte Aktionäre, unabhängig von der Ertragskraft des Unternehmens.
DM-Auslandsanleihe
Dieses sind Auslandsanleihen, die von ausländischen Unternehmen oder staatlichen Institutionen in DM aufgelegt wurden.
Dow-Jones-Index
Bekanntester amerikanischer Börsenindex. Dieser Index wird gebildet aus 30 der wichtigsten Industrieaktien der USA.
Effekten
Bezeichnung für die am Kapitalmarkt handelbaren, vertretbaren Wertpapiere, deren gutgläubiger Erwerb besonders geschützt wird.Zu den Effekten gehören u. a. Aktien, Schuldverschreibungen, Pfandbriefe, Investmentanteile usw.
Effektenbörse
Börse, auf der als Handelsobjekte Effekten gehandelt werden.
Effektivzinsfuss
Tatsächlich entstehender Zins im Zusammenhang mit einer Kreditaufnahme unter Berücksichtigung aller Kosten; also inclusive Gebühren, Provisionen, Aufgeld usw.
Eigene Aktien
Bezeichnung für Aktien, die sich im Besitz der eigenen Aktiengesellschaft befinden. Der Erwerb ist in der Bundesrepublik Deutschland grundsätzlich verboten, jedoch gibt es mehrere Ausnahmen.
Eindecken
Fachausdruck des Berufshandels an der Börse. Er bezeichnet die Glattstellung einer offenen Position.
Einführungstag
Tag, an welchem ein Wertpapier zum ersten Mal an der Börse gehandelt wird.
Einheitskurs
Für alle zum Börsenhandel zugelassenen Wertpapiere wird börsentäglich von den Börsenorganen der sogenannte Kassa- oder Einheitskurs in einem bestimmten Preisfeststellungsverfahren festgestellt. Zu diesem Einheitskurs werden sämtliche Aufträge bis zu 50 Stück abgerechnet.
Einsteigen
Börsenausdruck für den Kauf von Wertpapieren.
Emission
Bezeichnung für die Erstausgabe von börsenfähigen Wertpapieren.
Emissionskurs
Ausgabekurs, zu welchem ein neu ausgegebenes Wertpapier den Kapitalanlegern zur Zeichnung angeboten wird. Dieser Ausgabekurs kann von dem Nennwert des Wertpapieres abweichen (siehe Agio" oder Disagio).
Endfälligkeit
Bezeichnung für den Rückzahlungstermin einer endfälligen Anleihe. Eine endfällige Anleihe ist eine Anleihe, die insgesamt zu einem Termin am Ende der Laufdauer getilgt wird.
Enger Markt
Bezeichnung für eine Marktsituation, bei der nur wenige Stücke eines bestimmten Wertpapieres gehandelt werden.
Erneuerungsschein
Der Erneuerungsschein ist der unterste Teil eines Gwinnanteils- oder Zinsscheinbogens eines Wertpapieres. Sind alle Zins- oder Gewinnanteilscheine eines Bogens aufgebraucht, so dient dieser Erneuerungsschein dem Bezug weiterer Gewinnanteilscheine oder Zinsscheine.
Erwerbskurs
Der Preis, der beim Kauf eines Wertpapieres tatsächlich bezahlt werden muß.
Eröffnungskurs
Erste Notierung eines Wertpapieres nach der Börseneinführung. 1. Kurs am Handelstag.
Eskomptieren
In der Börsensprache wird mit diesem Ausdruck angedeutet, daß künftig zu erwartende Ereignisse bereits im Preis eines Wertpapieres berücksichtigt wurden.Zum Beispiel: Ahnen die Börsianer einen Kriegsausbruch zu einem bestimmten Zeitpunkt, dann werden bestimmte Aktien, die hiervon besonders betroffen sind, schon vorher heftig durch Kursschwankungen reagieren. Der Börsianer sagt dann: "Das Ereignis ist im Kurs bereits eskomptiert."
European Option
Kauf- oder Verkaufsrecht, das nur am letzten Tag der Fälligkeit zur Ausübung berechtigt.
Europäisches Währungssystem (EWS)
Währungssystem der Europäischen Gemeinschaft.Die Regelungen, die in diesem System festgelegt wurden, sollen bewirken, daß die Wechselkurse der in diesem System enthaltenen Währungen stabil bleiben.
Euroschecks
Schecks, die mit besonderen Konditionen ausgestattet sind. Auf der Rückseite des Schecks hat man die Möglichkeit, die Nummer seiner Kontokarte einzutragen. Dies ist für den Empfänger des Schecks die Garantie, daß der Scheck bis zu einem Betrag von DM 400,- bei jedem Geldinstitut eingelöst wird.Wird der Scheck am oberen linken Rand mit zwei Strichen versehen, wird aus dem Dokument ein Verrechnungsscheck, d. h. er muß über ein Konto zur Gutschrift eingereicht werden und kann nicht zur Barauszahlung verwendet werden.
Ewige Anleihe
Anleihe ohne festen Rückzahlungstermin.
EWS
Bezeichnung für "Europäisches Währungssystem".
exB
Kurszusatz. Aktienkurs am Tag des Bezugsrechtsabschlages.
exD
Kurszusatz. Kurs der Aktie am Tag des Dividenabschlags. Dieser Kurszusatz wird nur am Tag des Dividendenabschlags der Kursangabe hinzugefügt.
Exoten
Als Exoten werden Wertpapiere bezeichnet, die sehr spekulativ sind, selten gehandelt werden, - in der Regel nur im Freiverkehr - und nicht als solide Geldanlage zählen.