Wer Brillengläser benötigt, konnte bislang auf einen Zuschuss von in der Regel 25 Euro pro Glas rechnen. Alles übrige, das heißt Entspiegelung und Tönung der Gläser, musste selber bezahlt werden. Dieser - wenn auch geringe - Zuschuss der Krankenkassen fällt ab nächstem Jahr der Gesundheitsreform zum Opfer.
Aus diesem Grunde können sich Optiker derzeit nicht über mangelnde Kundschaft beklagen. Wer sich jetzt noch schnell eine Brille zulegen will, sollte dabei einen Faktor berücksichtigen, der über die Bewilligung des Zuschusses entscheidet: den Stichtag für die Abrechnung mit der Kasse.
Letzterer ist nach Ansicht des Gesundheitsministeriums nicht der Tag, an dem die Brille in Auftrag gegeben wurde, sondern der Abholtag. Bei dem derzeitigen Run auf die Optiker ist abzusehen, dass viele Bestellungen erst in 2004 fertig sein werden - und der Zuschuss somit hinfällig ist.
Natürlich bleiben trotz der Reform einige Ausnahmen bestehen: Menschen mit einer ausgeprägten Sehbehinderung, sowie Kinder und Jugendliche bis zum 18. Lebensjahr können auch im neuen Jahr mit finanzieller Unterstützung beim Brillenkauf rechnen. Alle anderen müssen ihre Sehhilfe komplett selbst bezahlen.