Fonds werden von Investmentgesellschaften betreut. Die Investmentgesellschaften legen das von Anlegern eingezahlte Geld nach dem Prinzip der Risikostreuung an in Wertpapieren, Unternehmensbeteiligungen oder Immobilien. Anleger haben die Auswahl zwischen verschiedenen Fonds, die unterschiedliche Anlagenschwerpunkte setzen.
Für private Anleger bieten Investmentfonds die Möglichkeit, sich auch schon mit relativ geringen Beiträgen an einem gut gemischten Depot zu beteiligen. Es können nicht nur komplette Anteile erworben werden, sondern auch Bruchteile, wenn man zum Beispiel einen glatten Anlagebetrag investieren will. Fonds sind im allgemeinen wegen der Kursschwankungen eher als langfristige Geldanlage zu betrachten.
Der Wert eines Investmentfonds-Anteils wird börsentäglich neu bestimmt, allerdings nicht nach Angebot und Nachfrage, sondern aus dem Wert des Fonds. Die jährlichen Zinsen werden normalerweise gleich in weitere Fondsanteile angelegt.
Der Kunde zahlt bei Erwerb von Fondsanteilen einen Ausgabeaufschlag (zwischen 1 und 7 Prozent der Anlagesumme, im Durchschnitt 3 Prozent). Dazu fallen jährlich Depotgebühren bei der Investmentgesellschaft in Höhe vom etwa 10 € an. Ebenfalls jährlich kommt noch eine Verwaltungsgebühr in Höhe von etwa 0,6 Prozent der Anlagesumme dazu.
Die Kontoeröffnung bei den Investmentgesellschaften läuft über Banken und Versicherungen, deren Töchter sie Investmentgesellschaften zumeist sind, bzw. deren Versicherungsberater oder über unabhängige Finanz- und Vermögensberater.
Fond ist nicht gleich Fond. Manche machen mehr Gewinne als andere. Höhere Zinsen oder größere Wertsteigerungen sind nicht nur von dem Geschick der Fondmanager abhängig, sondern auch von der wirtschaftlichen Entwicklung, von der manche Branchen oder Regionen mehr oder weniger betroffen sind. Wer sein Geld in Fonds anlegen will, sollte ein wenig vergleichen, wie die Werte sich in der Vergangenheit entwickelt haben – auch wenn natürlich eine gute Entwicklung in der Vergangenheit so nicht weitergehen muss. Das gilt aber für alle Anlage, die Kursrisiken unterliegen.
Zudem gibt es die verschiedensten Arten von Fonds, die sich durch regionale oder Branchenschwerpunkte oder einfach in der Zusammensetzung der Anlageformen unterscheiden. ·
![]() | Rentenfonds beinhalten festverzinsliche Wertpapiere in- und ausländischer Emittenten. Sie stellen mit Abstand die beliebtesten Fonds dar und gelten als sichere Anlage. ·
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![]() | Aktienfonds legen die Gelder in Beteiligungspapiere in- und ausländischer Aktiengesellschaften an. Auch diese Fonds erfreuen sich großer Beliebtheit bei den Anlegern. ·
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![]() | Länder- oder Regionalfonds setzen beim Kauf von Wertpapieren auf bestimmte Länder oder Regionen (Europa, Europäische Währungsunion, Fernost, Nordamerika). Sie sind zumeist auf Aktienanlagen spezialisiert. Nachteil von solchen Anlagen sind das Wechselkursrisiko sowie das Risiko, dass in dieser Region Wirtschaftskrisen die Werte der im Fonds enthaltenen Aktien drücken.
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![]() | Branchenfonds haben sich als Aktienfonds auf den Wertpapiererwerb in bestimmten Industriezweigen spezialisiert: Chemie, Automobil, Pharmaindustrie oder auch Umweltfonds. Solche Branchen sind leichter in ihrer künftigen Entwicklung zu beurteilen, allerdings können große Mischkonzerne, die in den nicht zum Fondschwerpunkt gehörenden Geschäftsbereichen Verluste einfahren, das Abschneiden der Konzern-Aktien und damit der Fondentwicklung verschlechtern. ·
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![]() | Geldmarktfonds legen Ihr Geld in festverzinsliche Wertpapiere mit kurzer Restlaufzeit (weniger als ein Jahr) an. Dieser Fond lohnt sich auf für kurzfristige Geldanlagen und ist flexibler als Termineinlagen. ·
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![]() | Indexfonds, Aktienfonds mit Schwerpunkt auf einem bestimmten Aktien-Index, zum Beispiel DAX (große Industrieunternehmen), M-DAX (mittelgroße Industrieunternehmen), Neuer Markt (junge Technologieunternehmen aus den Bereichen Umwelttechnik, Biotechnologie, Telekommunikation und Multimedia), Euro-Stoxx 50 (die 50 Größten der Europäischen Währungsunion) usw. ·
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![]() | AS-Fonds sind Alterssicherungs-Fonds, die in festverzinsliche Wertpapiere, Aktien und Immobilien mit mindestens 51 Prozent in Substanzwerten (Aktien, Immobilien) investieren. Die Mindestlaufzeit beträgt 18 Jahre oder bis Sparer das 60. Lebensjahr vollendet haben. Jedoch hat man auch die Möglichkeit, ohne Verlust vorher zu kündigen. Nach Ablauf können die Anleger den Betrag auf einmal oder als Fondpension beziehen. ·
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![]() | Dachfonds legen das Geld der Anleger in Anteile verschiedener anderer Fonds an. ·
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![]() | Immobilienfonds legen das Geld der Anleger ausschließlich in Immobilien an. Die Rendite ergibt sich aus der Wertsteigerung und den Mieteinnahmen. Man unterscheidet offenen und geschlossene Immobilienfonds. |
In offene Immobilienfonds können Anleger auch schon mit kleineren Beträgen einsteigen. Die Investmentgesellschaft nimmt für den Fond die steuerlichen Vorteile von Immobilienbesitz in Anspruch und reicht sie über höhere Ausschüttungen an die Anleger weiter.
Bei geschlossenen Immobilienfonds gibt die Gesellschaft nur so lange neue Anteile aus, bis die Finanzierung eines bestimmten Projektes gesichert ist. Dann wird der Fond geschlossen, allerdings können die vorhandenen Anteile durchaus weiterverkauft, nicht aber an die Investmentgesellschaft zurückverkauft werden. Einen Käufer muss sich der ausstiegswillige Investor schon selber suchen. Als Fondteilhaber ist man also direkt Anteilseigner am Gebäude. Verluste und Kosten, die in den ersten Jahren die Gewinne übersteigen, können damit direkt von der Einkommensteuer abgesetzt werden.