Alle Jahre wieder: Gefahrenquellen im Garten

In Deutschlands Gärten wird jetzt wieder verstärkt gemäht, gesägt, geschnitten, gepflanzt, gejätet und geharkt. Ob erbauliches Freizeitvergnügen oder lästige Pflicht, bei der  Gartenarbeit müssen etliche Gefahrenquellen umschifft werden. Jedes Jahr passieren über 200.000 Unfälle bei der Gartenarbeit. Fast 50% der Gartenunfälle sind Schnitt- und Stichverletzungen.

So vermeiden Sie Unfälle im Garten:

  Tragen Sie grundsätzlich festes Schuhwerk und Arbeitshandschuhe. Vor allem beim Rasenmähen passieren immer wieder schwere Unfälle. Niemals in Sandalen oder barfuss mähen. Reparieren und säubern Sie den Rasenmäher nur bei ausgeschaltetem Motor und gezogenem Netzstecker. Vergessen Sie nie, dass der Rotor noch einige Sekunden nachläuft.
Entfernen Sie keine Schutzvorrichtungen, jeder vierte Unfall bei der Gartenarbeit ist ein Sturz.
Achten Sie darauf, dass eine Leiter sicher steht und die Sprossen trittfest sind.
Rollen Sie den Gartenschlauch nach dem Wässern wieder auf (Stolperfalle).
Nasses Gras und faules Obst können schnell eine gefährlichen Rutschpartie verursachen, dieses daher frühzeitig aus dem Weg räumen.
Überprüfen Sie Ihren Tetanus-Impfschutz. Bei der Gartenarbeit verletzt man sich leicht; selbst kleinste Hautwunden können zu einer Infektion mit Bakterien führen.
Schützen Sie sich vor Zecken. Sie lauern auch im Garten und können FSME und Borreliose übertragen. Benutzen Sie Insektenschutzmittel und tragen Sie helle Kleidung, denn darauf sind die Tiere besser zu sehen. Bedecken Sie Arme und Beine.  Kontrollieren Sie Ihren Körper nach der Gartenarbeit auf Zecken. Gegen FSME sollten Sie geimpft sein. 
Arbeiten Sie möglichst gelenk- und rückenschonend. Vermeiden Sie eine gebückte Arbeitshaltung und nutzen Sie Hebe- und Tragehilfen (z.B. Sackkarren) für den Transport von Gartenkübeln, Säcken mit Blumenerde etc. Im Fachhandel gibt es spezielle Knieschoner und Sitze für die Gartenarbeit. Achten Sie darauf, dass die Geräte gut in der Hand liegen und Ihrer Körpergröße angepasst sind.
Tragen Sie wettergerechte Kleidung und schützen Sie sich vor der Sonne. Ein Hut hilft, einem Sonnenstich vorzubeugen. 
 Prüfen Sie genau, ob der Einsatz von Gartenchemikalien (Pflanzenschutz- und Düngemittel, Unkrautvernichter etc.) wirklich erforderlich ist. Erkundigen Sie sich nach gesundheitlich und ökologisch unbedenklichen Alternativen. Verwenden, lagern und entsorgen Sie Gartenchemikalien nur streng nach Anleitung. Halten Sie Kinder von Gartenchemikalien und -gerätschaften fern.
Heuschnupfen-Allergiker sollten ihren Rasen vor der Gräserblüte Anfang bis Mitte Mai mähen und immer ganz kurz halten. Anstelle von pollenstarken Pflanzen wie Birke und Hasel sollten sie Rosen, Lippenblütler wie Lavendel und Salbei sowie Kletterpflanzen anbauen. 


Falls trotzdem einmal etwas passiert, sorgt eine private Unfallversicherung dafür, dass Sie sich zumindest finanziell keine Sorgen machen müssen. Während eine Gartenhilfe ohnehin per Gesetz unfallversichert sein muss, sind Hobbygärtner nicht gesetzlich versichert. Eine private Unfallversicherung gibt Hobbygärtnern hier einige Sicherheit.

 

05/2005