Kleinkinder: Vorsicht vor Weichmachern in PVC-Spielzeug

Das Bundesinstitut für gesundheitlichen Verbraucherschutz und Veterinärmedizin (BgVV) in Berlin empfiehlt Eltern, ihren Babys und Kleinkindern kein Spielzeug aus Weich-PVC zum Spielen zu geben.

 

Außerdem appelliert das BgVV an Handel und Industrie, keine weichmacherhaltigen Spielsachen für Kinder unter drei Jahren auf den Markt zu bringen. Der Hintergrund: Die Umweltschutzorganisation Greenpeace hatte in mehreren Beißringen, Babyrasseln, Quietschentchen und Spielfiguren aus Kunststoff giftige Weichmacher, Phthalate, gefunden.

 

Diese chemischen Substanzen sind zwar nicht akut toxisch, können aber langfristig gesundheitsschädlich sein. Sehr hohe Dosierungen haben zum Beispiel in Tierversuchen Hoden- und Fruchtschäden verursacht. Die Phthalate werden durch den Speichel herausgelöst und dann vom Kind aufgenommen. Sie gasen aber auch allmählich in die Raumluft aus.

 

Der intensive Geruch der Phthalate wird zudem häufig durch Aromastoffe, zum Beispiel Vanilleduft, überdeckt. Das verlockt Kinder erst recht, an dem Spielzeug zu lutschen. Als unbedenklich gilt Spielzeug aus Polyethylen und Polypropylen, zu erkennen an einem Dreieck mit Pfeilen und den Kürzeln PE, PE-LD, PE-HD und PP.

 

Quelle: Stiftung Warentest