Minijob: Das müssen Sie wissen

Die Urlaubskasse aufbessern, ein neues Auto ansparen oder einfach den Lebensunterhalt aufstocken - für einen Minijob gibt es viele Gründe. Das Gute vorweg: Der Minijob (in der Regel bis 400 Euro/Monat) bleibt sozialversicherungsfrei - vorausgesetzt, Sie üben einen Hauptberuf aus und sind dort sozialversichert.

Minijobs sind für hauptberuflich Beschäftigte, die sich gerne etwas dazuverdienen wollen genauso interessant wie für Rentner oder Hausfrauen, die ebenfalls ihre Kasse aufbessern wollen.

Allerdings, wenn Sie hauptberuflich tätig sind, klären Sie unbedingt vorher, wie Ihr Arbeitgeber über einen möglichen Zweitjob denkt. Überprüfen Sie, ob in Ihrem Arbeitsvertrag eine Klausel enthalten ist, die Ihnen eine Nebentätigkeit erlaubt oder verbietet. Wird Ihre Leistung im Hauptberuf durch die zusätzliche Arbeitsbelastung nachweislich gemindert, stellt dies unter Umständen einen Kündigungsgrund dar. Grundsätzlich Tabu ist ein Minijob bei der Konkurrenz.

Wenn Sie die Voraussetzungen geklärt haben, müssen Sie nur noch den richtigen Minijob finden. Die Zeitungen sind voller Anzeigen, doch hinter vielen verlockend klingenden Angeboten verbirgt sich eher Zweifelhaftes. Sortieren Sie beim Lesen gnadenlos aus und erkennen Sie schnell, ob sich ein Anruf oder eine Bewerbung überhaupt lohnt. Die schlechte Nachricht vorweg: Viel Geld für wenig Arbeit gibt's auch bei Minijobs nicht.

So erkennen Sie unseriöse Jobangebote:

 

Finger weg von allen Angeboten, bei denen Sie zunächst selbst Geld investieren müssen. Schließlich wollen Sie Geld verdienen und keines ausgeben.
Klären Sie, welche Risiken (zum Beispiel Haftung oder Vertriebskosten) bei Ihnen liegen und ob eine gerechte Verteilung zwischen Ihnen und Ihrem 'Zweit-Arbeitgeber' vorliegt. Hat Letzterer nur den Nutzen - Finger weg!
Lassen Sie sich nicht auf unklar formulierte oder gar 'geheimnisvolle' Tätigkeiten ein. Klären Sie genau, was Ihre künftige Tätigkeit beinhaltet.
Arbeitgeber, die sich in der Anonymität 'verstecken' und nur eine Telefonnummer - womöglich im Ausland - oder eine Postfachadresse angeben, sollten Sie von vornherein ausschließen.
Unterschreiben Sie einen Vertrag nur, wenn Sie alle offenen Fragen mit Ihrem potentiellen Arbeitgeber - möglichst persönlich - klären konnten. Sind die Einkommensversprechen unrealistisch - Finger weg! Ein realistischer Stundenlohn für ungelernte Tätigkeiten liegt ungefähr zwischen 8 und 15 Euro.
Wenn Sie auf Nummer sicher gehen möchten, können Sie sich bei den staatlichen Ämtern für Arbeitsschutz und Sicherheitstechnik oder beim örtlichen Gewerbeaufsichtsamt erkundigen, ob das favorisierte Unternehmen schon einmal negativ aufgefallen ist.