Das Unglück kommt plötzlich und unerwartet. Dann ist guter Rat teuer. Schlimm genug, dass der zuvor noch kerngesunde Mensch sein Leben völlig neu gestalten muss. Hinzu kommen aber noch horrende Aufwendungen für die Pflege. Nach Angaben der Quelle-Versicherungen betragen die Kosten für einen Platz im Pflegeheim etwa 3.000 Euro im Monat. Bei Schwerstpflegebedürftigkeit zahlt der Gesetzgeber in der Regel höchstens 1.400 Euro. Selbst bei einer guten Rente bleibt meist noch eine stattliche Lücke.
Pflegeversicherungen decken normalerweise die Pflegestufen I-III ab. Die Prämien sind altersabhängig: je später man mit der Einzahlung beginnt, desto höher sind die Beiträge. Angenommen, die Lücke für die Finanzierung eines Heimaufenthaltes bei Pflegestufe III beträgt 1.200 Euro. Aufgrund seines Alters müsste ein 55jähriger Mann zweieinhalbmal soviel zahlen wie ein 30jähriger, nämlich etwa 43 Euro. Dafür ist er allerdings auch für weniger schwere Pflegefälle (Stufen I und II) abgesichert. Eine Möglichkeit, die Beiträge auch für Ältere auf ein erschwingliches Maß zu reduzieren besteht darin, die Versicherung nur für den schlimmsten Fall abzuschließen: die völlige Hilflosigkeit, vor der sich die Menschen am meisten fürchten, die Pflegestufe III.