Flugbuchungen werden teurer – Preisvergleich lohnt sich

Ab September 2004 erhöhen sich die Servicegebühren von mehr als 20 Fluggesellschaften. Die Einführung des sogenannten Nettopreismodells hat zur Folge, dass bei Flugbuchungen im Reisebüro, Call-Center oder Internet zusätzliche Servicepauschalen zwischen 30 und 60 Euro anfallen.

 

Wer direkt bei der Fluggesellschaft bucht, muss je nach Flugweite zwischen 30 und 40 Euro drauf zahlen. Wer statt des elektronischen Tickets (ETIX) einen 'echten' Flugschein in Händen halten möchte, zahlt noch einmal weitere 8 Euro. Insgesamt kommen Internetbucher am günstigsten weg.

 

Die Verbraucherzentralen raten zur kritischen Prüfung der Angebote, denn es ist zu erwarten, dass die Servicepauschalen je nach Anbieter – freie Agentur oder Kette, Reiseagentur oder Eigenvertrieb – unterschiedlich hoch ausfallen werden. Der hieraus resultierende Wettbewerb lässt aber auch hoffen, dass die Pauschalen wieder fallen werden.

 

Wer eine Servicegebühr zahlt, sollte auch entsprechenden Service verlangen. Ein Reisebüro sollte als Gegenleistung für die Pauschale auch den günstigsten Flug vermitteln. Bei Stornierungen wird die Pauschale einbehalten, schließlich hat man eine Serviceleistung erhalten. Eine Reiserücktrittskosten-Versicherung kann hier durchaus nützlich sein. Manche Versicherer erstatten die Servicepauschale, sofern sie 10 Prozent des Reisepreises nicht überschreitet, andere erstatten sowohl den Ticketaufschlag als auch das Vermittlungsentgelt.

 

Wichtig ist, dass der Aufschlag und die Vermittlungspauschale gesondert auf der Buchungsbestätigung ausgewiesen sind.