Wieder eine Attacke gegen die Raucher, als ob diese nicht schon genug leiden unter Nichtraucherflügen, ständig nörgelnden Nichtrauchern und den Diskussionen über rauchfreie öffentliche Plätze. Die Attacke rührt einmal mehr aus medizinischer Richtung: Eine britisch-australische Studie belegt, dass Rauchen das Augenlicht gefährdet und dass Raucher im Alter besonders häufig erblinden.
Die Zahlen sind erschreckend: Rund drei bis viermal häufiger als Nichtraucher erblinden Raucher an der so genannten "Makuladegeneration". An dieser Netzhautschädigung leiden rund zwanzig Prozent der 65- bis 74-Jährigen und 35 Prozent der über 75-Jährigen Raucher.
Die gute Nachricht: Aufhören lohnt sich! Bei den Exrauchern unter den Studienteilnehmern war das Risiko kaum erhöht.
Tipps zum Aufhören:
Bauen Sie Ihre Motivation auf
Machen Sie sich die Vorteile des Nichtrauchens klar, denn nur wenn Sie motiviert sind, erreichen Sie Ihr Ziel. Exraucher bestätigen nach dem Entzug weniger Mundgeruch, stärkeres Geschmacksempfinden, keine verqualmten Klamotten und keine verqualmte Wohnung mehr, weniger Husten und, und, und.
Zelebrieren Sie den Abschied
Verabschieden Sie sich feierlich von Ihrer letzten Zigarette. Zur Zeremonie kann auch ein 'Hausputz' gehören. Entfernen Sie dabei alles, was Sie an das Rauchen erinnert.
Vermeiden Sie Stress
Wenn Sie die Möglichkeit haben, dann legen Sie den Start Ihres rauchfreien Lebens in die Urlaubszeit oder in eine beruflich ruhigere Phase.
Ritualisieren Sie das Nichtrauchen
Tricksen Sie sich ein wenig selber aus und lassen Sie sich etwas Angenehmes einfallen, dass die übliche Zigarette ersetzen kann. Allerdings sollte dies nicht die 'Tafel Schokolade' nach dem Essen sein - werden Sie kreativ.
Reduzieren Sie Ihren Kaffee-Konsum
Der Rauchentzug bringt bei vielen Nervosität und Schlaflosigkeit mit sich. Daher verzichten Sie anfangs lieber auf Aufputsch-Getränke wie Cola oder Kaffee.
Stellen Sie Ihre Ernährung um
Oftmals wird der Nikotin-Entzug von leidvollen Besuchen auf der Waage begleitet. Das 'Idealgewicht' pendelt sich schnell bei ein paar Kilo mehr ein. Ersatzbefriedigungen wie Schokolade & Co. (fettreiche und stark zuckerhaltige Lebensmittel) sollten Sie möglichst meiden.
Belohnen Sie sich
Sie haben einiges vor sich und einiges bereits geschafft. Mit einer netten Shoppingtour oder einem kleinen Urlaub können Sie sich feierlich belohnen.
Setzen Sie äußere 'Zwänge'
Wenn Sie Angst haben, dass Sie selber nicht genug 'Druck' machen, dann schließen Sie Wetten mit Freunden oder Bekannten ab. Der Einsatz sollte hoch sein, damit sich der Gewinn lohnt und das Verlieren 'weh tut'. Wer will schon gerne sein Gesicht verlieren?
Bleiben Sie in Bewegung
Genießen Sie Ihre neugewonnenen Lungenkapazität - versorgen Sie Ihren Körper mit Sauerstoff. Gehen Sie joggen oder spazieren. Mit Sport können Sie auch das ein oder andere Pfund wieder loswerden.
Vermeiden Sie Rückfälle
Bereiten Sie sich gedanklich auf kritische Situationen vor. Überlegen Sie vorab, wann Ihnen der Verzicht auf eine Zigarette besonders schwer fällt. Planen Sie, wie Sie in einer solchen Situation reagieren werden. Was könnten Sie zum Ausgleich oder zur Ablenkung tun?
Sie möchten sich noch ausführlicher mit dem Aufhören beschäftigen? Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (http://www.bzga.de) bietet eine 52 Seiten starke kostenlose Broschüre zum Download an.