Der Führerschein für die S-Klasse kommt

Im nächsten Jahr bekommt die S-Klasse eine eigene Fahrerlaubnis. Damit ist allerdings nicht etwa ein Autotyp aus dem Hause Mercedes gemeint: Das "S" steht vor allem für Senioren und Schüler.

Die Fahrerlaubnis der Klasse S berechtigt zum Führen von kleinen, leichten und langsamen Fahrzeugen, wie zum Beispiel Microcars bis 45 km/h. Bisher musste der Lenker eines solchen "Rennrollstuhls" Besitzer eines allgemein gültigen Pkw-Führerscheins sein.

In der Theorie und Praxis werden entsprechend geringere Anforderungen gestellt. Auch die Auflagen (Alter und Sehvermögen) werden lockerer gehandhabt als bei der Klasse B - Fahrerlaubnis. Ein somit verlockendes Angebot für ältere Menschen, die mobil sein wollen. Aber auch Heranwachsende ab 16 Jahren könnten Gefallen finden am neuen Führerschein. Er erlaubt nämlich auch das Führen von vierrädrigen Fun-Mobilen, sogenannten "Quads".

Die EU-Kommission hatte das Bundesverkehrsministerium dazu angehalten, den neuen Führerscheintyp einzuführen, da im europäischen Vergleich der Zugang zum Führerschein in Deutschland unverhältnismäßig schwer sei. Vor allem die Hersteller von Microcars und Quads wird diese Entscheidung freuen.