'Schlaganfall=Notfall=112', so das diesjährige Motto des 'Tages gegen den Schlaganfall', denn immer noch kommen zu viele Schlaganfallpatienten zu spät in die Klinik. 'Zu spät kommen' bedeutet jedoch oft, dass die Überlebenschancen sich drastisch verringern. Jede Minute die vergeht, schmälert die Aussicht auf eine 100%ige Genesung. Nur wenn der Patient innerhalb der ersten vier bis sechs Stunden optimal therapiert wird, bestehen gute Aussichten, dass Lähmungen und Sprachstörungen zurückgehen. Auf den Hausarzt zu warten, ist daher in jedem Fall die falsche Entscheidung.
Schlaganfall = Notfall. Diese Gleichsetzung bedeutet, dass sofort ein Rettungsdienst zu rufen ist. Der Patient darf unter keinen Umständen zu Hause bleiben, auch wenn er dazu neigt, die Situation herunterzuspielen. Oftmals nehmen die Betroffenen ihre Symptome nicht richtig wahr. Damit Angehörige aber richtig reagieren können, müssen sie die Symptome eines Schlaganfalls kennen. Zu diesen zählen:
![]() | plötzliche ausgeprägte Lähmung einer Körperseite, meist kann der Patient Arm und Bein nicht mehr bewegen
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![]() | herabhängender Mundwinkel
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![]() | taubes Gefühl in der betroffenen Körperseite
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![]() | schleppendes, undeutliches Sprechen
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![]() | Sehstörungen
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![]() | Plötzlich auftretendes heftiges Schwindelgefühl
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![]() | Gefühlsstörungen im Gesicht und Doppeltsehen |
Jeder Schlaganfall verläuft anders. Es gibt auch leichte Schlaganfälle mit wenigen oder schwach ausgeprägten Symptomen. Angehörige sollten daher schon beim geringsten Verdacht einen Notarzt rufen.
Sobald der Notarzt informiert ist, heißt es für die Angehörigen:
![]() | Mit dem Kranken sprechen, ihn nicht allein lassen
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![]() | Fenster öffnen und beengte Kleidungsstücke lockern
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![]() | den Patienten in Seitenlage bringen, wenn er bewusstlos ist
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![]() | Zahnprothesen entfernen
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![]() | Puls- und Herzschlag kontrollieren - immer am Handgelenk, niemals am Hals
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![]() | Atemwege freihalten - etwaige Essensreste aus dem Mund entfernen und das Kinn leicht anheben |