Hilfe bei extremen Schwitzen

Der Sommer macht nicht alle Menschen froh. Einige Zeitgenossen werden durch eine übermäßige Transpiration geplagt und entwickeln mitunter zwanghafte Züge: Hat mein Deo schon wieder versagt? Riecht man nicht schon was? Muss ich mein Hemd schon wieder wechseln? Wenn die Schweißdrüsen zuviel tun, hat auch die Psyche darunter zu leiden.

Neben der psychischen Belastung besteht auch die ständige Gefahr von Hautinfektionen. Die ständige Feuchtigkeit der warmen Körperhülle bietet einen idealen Nährboden für Bakterien und Pilze. Dennoch kann man einiges tun gegen den rinnenden Schweiß - der übrigens an sich gar nicht "nach Schweiß“ riecht. Erst seine Zersetzung durch Mikroorganismen führt zum unangenehmen Geruch.

Da ist zunächst das klassische Deodorant. Meistens sind hier Aluminiumsalze für die Schweißminderung verantwortlich, denn sie verengen die Schweißdrüsen. Mit Bädern und Pudern auf Gerbstoffbasis erzielt man denselben Effekt. Ganz wichtig ist die Auswahl der Kleidung. Extremschwitzer sollten auf atmungsaktive Kleidung, am besten aus Baumwolle, achten.

Wer trotz dieser Maßnahmen immer noch ohne Unterlass schwitzt, der kann zu drastischen Maßnahmen greifen: Das Nervengift Botulinumtoxin ist in der Lage Schweißdrüsen für längere Zeit regelrecht zu lähmen und kann vom Arzt in die entsprechenden Hautregionen injiziert werden. Es gibt auch operative Verfahren gegen starkes Schwitzen