Im alljährlichen Sommerloch verschwinden nicht nur die guten Nachrichten und die Bundesliga. Auch die Blutkonserven machen sich rar. Die Gründe liegen auf der Hand: Mit der Reisewelle verschwinden viele Blutspender, und es kommt alljährlich zu Engpässen.
So funktioniert eine Erstspende: Zunächst gibt es eine Voruntersuchung. Dabei wird ein Tropfen Blut aus der Fingerkuppe auf Hepatitis B und C-, Aids-, Leberenzymwerte und Syphilis getestet. Auffällige Ergebnisse werden natürlich mitgeteilt.
Danach erfolgt die eigentliche Spende. Innerhalb von 10 Minuten werden dem Spender 500 Milliliter abgenommen, eine Menge die ein gesunder Mensch problemlos verkraften kann. Nach wenigen Tagen hat der Körper das Blut wieder neu gebildet. Ein Infektionsrisiko besteht hierbei nicht.
Männer könnten praktisch sechs mal, Frauen vier mal im Jahr Blut spenden. Faktisch spenden jedoch nur etwa fünf Prozent der Bevölkerung regelmäßig. Die Grundversorgung wäre bereits garantiert, wenn jeder gesunde Bundesbürger zwischen 18 und 68 nur einmal im Jahr spenden würde.
Blutspenden ist ungefährlich, kinderleicht und lebensrettend!
08/05