Steuern zu sparen ist keine Sünde, und jedes legale Mittel sollte recht sein, eine maximale Steuerersparnis zu erzielen. Bei den nun wieder häufig angebotenen Steuersparmodellen sollte man allerdings seine persönlichen Bedürfnisse und Ziele genau kennen, um Fehlinvestitionen zu vermeiden. Auch sollte man Anbietern misstrauen, die eine Steuerersparnis von bis zu 50% versprechen. Solche Zahlen sind zumeist völlig illusorisch.
Es ist sicher nicht sinnvoll, alle staatlichen Vergünstigungen auszunutzen, die möglich sind. Entscheidend ist hier die Frage: Welche Vergünstigung passt zu meinem Anlageplan? Wer zuviel steuerwirksam investiert, läuft Gefahr, die Steuerersparnis in Schulden zu verwandeln. Grundregel sollte sein, dass nur in die steuerbegünstigten Kapitalanlagen investiert wird, die auch ohne Steuerersparnis wirtschaftlich Sinn machen. Grundsätzlich sollten die Chancen einer Anlage die Risiken deutlich übersteigen.
Bunte Bilder und überschwängliche Pressekommentare sollten Sie nicht beeindrucken – legen Sie Wert auf die reinen Fakten. Und auch wenn's mühselig ist: Lesen Sie den Prospekt, der als Vertragsgrundlage unterschrieben wird, gründlich von vorne bis hinten durch. Ziehen Sie zur Not unabhängigen Rat – z.B. die Verbraucherzentrale oder einen Rechtsanwalt – hinzu.
10/05