Was gibt’s Schöneres als den Lieben daheim direkt vom Hotelstrand aus mitzuteilen, wie traumhaft schön doch alles ist? Erst in diesem köstlichen Moment weiß man die Anschaffung des Handys richtig zu schätzen. Mit der Schadenfreude ist es allerdings vorbei, wenn das Mobiltelefon kurz darauf ins Meer plumpst. Daher hier einige Erste Hilfe-Maßnahmen bei kleineren und größeren Handy-Pannen am Strand.
Zunächst empfiehlt sich eine schattige Lagerung des kleinen Fernsprechers. Zuviel Sonne kann das Display dauerhaft schädigen und zu Verformungen führen. Bei Überhitzung bitte nicht in die Kühltasche legen, der Temperaturschock macht alles nur noch schlimmer. Einfach im Schatten abkühlen lassen.
Flüssigkeiten sind generell Gift für Mobiltelefone (außer man besitzt spezielle Outdoor-Geräte wie etwa das Nokia 5100). Viele Händler schließen daher den Wasserschaden grundsätzlich von ihren Garantieleistungen aus.
Salzwasser erweist sich als besonders schädlich, da die eingedrungenen Salzkristalle leitend wirken und noch lange nach dem Urlaub zu Fehlfunktionen führen können. Hier hilft nur Öffnen der zugänglichen Teile (nicht aufschrauben!) und vorsichtiges Abtupfen.
Eis und zuckerhaltige Getränke können die Bedienbarkeit des Handys stark beeinträchtigen, da die Zuckerreste die Tastenkontakte blockieren können. Hier heißt es schnell handeln: Die Flüssigkeit sofort mit einem Tuch oder Schwamm aufsaugen, damit der nicht verdunstende Zucker mit dem Wasser aufgenommen wird.
Ähnliches gilt für Sonnenöl. Damit nichts verstopft, ist ebenfalls eine sofortige Trockenlegung mittels Schwamm oder Tuch notwendig.Für den Strand lohnt sich generell die Anschaffung einer wasserdichten Handytasche!
Kommen wir letztlich zum Killer Nr. 1: zum Sand. Dieser hat es besonders auf die Steckverbindungen abgesehen. Im schlimmsten Fall lässt sich das Mobiltelefon nicht mehr aufladen, weil der Stecker nicht mehr hinein passt. Faustregel: Je feiner der Sand, desto tückischer. Grober Sand verkratzt allerdings das Display, was das Handy nicht unbedingt schöner macht. Bei versandeten Geräten empfiehlt der Experte die Steckverbindungen mit einem feinen Pinsel zu reinigen und das Handy nach dem Öffnen mit dem Tastenfeld zum Boden vorsichtig auszuklopfen.
Doch ist Vorbeugen immer noch besser als heilen. Wenn Sie Ihr "telefonino" (ital. für Handy) auf dem Zimmer lassen, geschieht ihm bestimmt nichts. Dann könnten Sie am Strand eine gute, alte Ansichtskarte schreiben...