Die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post hat’s genehmigt, und somit ist es offiziell: Ab dem 1. September steigt die monatliche Grundgebühr für rund 28 Millionen Telekomkunden. Betroffen sind Besitzer eines analogen Anschlusses. Für sie kommen pro Monat zu den jetzigen 15,66 Euro rund 1,94 Euro hinzu.
Wer einen T-Net-100-Anschluss besitzt, zahlt ebenfalls ab September drauf. Die monatliche Gebühr erhöht sich von 18,45 Euro auf 19,91 Euro. Und auch die einmaligen Entgelte sind nicht ausgenommen. Statt bisher 51,57 Euro kostet die Bereitstellung dann 59,95 Euro. Die Übernahme eines bestehenden Anschlusses erhöht sich von 25,78 Euro auf 29,94 Euro.
ISDN-Anschlüsse bleiben von der Erhöhung ausgenommen. Dennoch gibt es für die Analog-Kunden auch Grund zur Freude, denn im Ortsnetz sinken die Standardtarife durch veränderte Taktzeiten um bis zu 50 Prozent. Eine Entscheidung der Regulierungsbehörde darüber, ob die Telekom ihren Kunden das kostenlose Telefonieren im AktivPlus xxl-Tarif nicht nur sonntags, sondern auch samstags ermöglichen darf, steht noch aus.
Für Verbraucherschützer und Wettbewerber ist die Gebührenerhöhung der Telekom nichts anderes als "Kundenabzocke". Für die Telekom hingegen ist die Maßnahme nur eine Reaktion auf den Druck der EU-Kommission. Diese hatte der Telekom ein Bußgeld auferlegt, da der Abstand zwischen dem Mietpreis für die Anschlussleitung (TAL) und dem Endkundenpreis zu gering war.