Eröffnung der Grillsaison - Erste Hilfe bei Verbrennungen

Für mehr als 4.000 Menschen im Jahr endet eine Grillparty mit Brandverletzungen. Rund 80 Prozent der Betroffenen sind Männer. Schätzungen gehen davon aus, dass rund 2.000 Kinder jährlich beim Grillen Verbrennungen erleiden. Stichflammen und Verpuffungen, die beim unbedachten Umgang mit dem Feuer entstehen können, verursachen beim Grillen immer wieder schwerste Verbrennungen im Gesicht und am Hals, an Armen und Händen. Betroffen sind zumeist nicht nur die Akteure selbst, sondern auch umstehende Gäste. Besonders für Kinder, für die sich das Geschehen auf Augenhöhe abspielt, kann die Schaulust gefährlich werden. Hier ist eine schnelle Hilfe besonders wichtig.

So verhalten Sie sich im Falle eines Falles richtig:

 

Sollte eine Person Feuer gefangen haben, so müssen Sie das Feuer sofort löschen. Wichtig ist, dass Sie die in Panik geratene Person am Weglaufen hindern, damit die Flammen nicht weiter angefacht werden.
Ersticken Sie die Flammen mit einer Decke, wälzen Sie die betroffene Person auf dem Boden hin und her und übergießen Sie sie mit Wasser. Falls vorhanden benutzen Sie einen Feuerlöscher - diesen aber nicht auf das Gesicht richten.
Brandwunden müssen gekühlt werden. Übergießen Sie verbrannte Körperteile sofort mit kaltem Wasser. Halten Sie die betroffenen Köperpartien unter fließendes Wasser oder tauchen Sie sie so lange in kaltes Wasser, bis die Schmerzen nachlassen - mindestens 10 bis 15 Minuten. Im Gesicht kann mit feuchten Tüchern gekühlt werden, wobei die Atemwege immer frei sein müssen.
Spätestens jetzt müssen Sie den Rettungsdienst anrufen.
Decken Sie nach der Kaltwasserbehandlung die Brandwunden wegen der großen Infektionsgefahr mit einem sterilen Verbandtuch (aus dem Kfz-Verbandkasten) ab. Besonders gut eignet sich ein Brandwundverband mit einer aluminiumbedampften Seite - er verhindert das Festkleben.
Friert der Verletzte, hüllen Sie ihn in warme Decken oder eine Rettungsdecke aus dem Kfz-Verbandkasten. Achten Sie jedoch darauf, dass die Decke nicht auf die Brandwunden drückt. Bei schweren, großflächigen Verbrennungen und bei Gesichtsverbrennungen sind Atem- und Kreislaufstörungen zu erwarten. Beobachten Sie deshalb ständig Atmung und Kreislauf.