Gesetzliche Versorgung für Familien hat Lücken

Private Vorsorge sichert die Zukunft


Es wird wieder mehr geheiratet. Eheschließung und die Gründung einer Familie erleben in Deutschland derzeit ein Comeback. Zu selten denkt die junge Familie aber an die finanzielle Absicherung ihrer Zukunft.

Finanzielle Probleme können sich aber schnell ergeben, zum Beispiel wenn dem Ernährer einer relativ jungen Familie etwas zustößt. So wurden 1997 alleine 6.000 Menschen unter 30 Jahren erwerbsunfähig. Im Alter zwischen 30 und 40 ist dieses Risiko noch höher: 1997 waren es 23.000 Menschen in dieser Altersgruppe, die nach Auskunft des Statistischen Bundesamtes erwerbsunfähig wurden.

Im Versorgungsfall - ob wegen Erwerbsminderung oder wegen Todes des Ernährers - sind die Betroffenen oft ausschließlich auf die gesetzliche Rente angewiesen. Die Allianz Lebensversicherungs-AG weist darauf hin, wie ernüchternd dabei die Wirklichkeit aussieht: Die Witwenrente erreicht beispielsweise nur etwa 24 Prozent des letzten Bruttoeinkommens des Ehemannes. Und im Falle der Berufsunfähigkeit deckt die gesetzliche Rente lediglich rund 26 Prozent des letzten Bruttoeinkommens ab, bei Erwerbsunfähigkeit etwa 39 Prozent. Bei einem Bruttogehalt von 2.000 Euro wären dies bspw. 520 Euro bei Berufsunfähigkeit bzw. 780 Euro bei Erwerbsunfähigkeit. Zum Vergleich: Ein durchschnittlicher Haushalt mit vier Personen in den alten Ländern gibt monatlich derzeit knapp 613 Euro alleine für Miete und Nebenkosten aus.

Die Zahlen zeigen: Die gesetzliche Absicherung reicht im Ernstfall nicht aus. Deshalb ist gerade für die junge Familie eine frühzeitige Vorsorge besonders wichtig, um auf die Wechselfälle des Lebens vorbereitet zu sein.

Sofortschutz und Altersvorsorge sind wichtig


Bei der ergänzenden Vorsorge junger Familien ist entscheidend: Sie muß beim Tod des Ernährers wie auch bei einer Minderung seiner Erwerbsfähigkeit ausreichenden Sofortschutz bieten. Und sie muss mit zunehmendem Alter des Versicherten dafür sorgen, dass eine ausreichende Altersvorsorge für die Familie aufgebaut wird. Auch für diejenigen, die gesund bleiben und bis zur Rente arbeiten, gibt es bei der Altersversorgung eine Versorgungslücke: Mit der Gesetzlichen Rentenversicherung alleine werden die heute Jüngeren ihren Lebensstandard im Alter nicht halten können.

Und die Deutschen wissen das auch: Wie eine Untersuchung des Marktforschungsinstitutes EMNID im Auftrag der Allianz Lebensversicherungs-AG ergeben hat, glauben vier von fünf Deutschen zwischen 18 und 50 Jahren nicht, dass sie im Alter mit der gesetzlichen Rente auskommen werden.

Dass diese pessimistische Haltung begründet ist, zeigt folgendes Beispiel: Helmuth K. ist Heizungsinstallateur, er kann bei einem monatlichen Bruttoverdienst von 2.150 Euro ab dem 65. Lebensjahr eine Altersrente von ca. 970 Euro erwarten. Und das auch nur, wenn er 45 Jahre Beiträge in die Rentenkasse gezahlt hat. Geht er zum Beispiel fünf Jahre früher in Rente, bedeutet das eine Kürzung um 18 Prozent; im Fall von Helmuth K. wären das ca. 125 Euro weniger Rente.

Persönlichen Vorsorgebedarf ermitteln


Junge Familien dürfen nicht alleine auf die Gesetzliche Rentenversicherung bauen. Sie benötigen zusätzlichen Risikoschutz und eine private Altersvorsorge. Mit einer Kapitallebensversicherung sind sie gut beraten. Eine solche Versicherung kann eine Berufsunfähigkeitsrente und einen besonderen Todesfallschutz einschließen. Wichtig ist: Mit wachsendem Lebensstandard sollte auch die Altersversorgung angepasst werden. Eine Beitragsleistungsdynamik ist daher empfehlenswert.

Quelle: Allianz Lebensversicherung