Herbst und Winter - die Vitaminmangelzeit beginnt

Wenn Sie im Supermarkt nicht mehr direkt erkennen können, welche Jahreszeit gerade herrscht, dann liegt das vor allem daran, dass das Obst- und Gemüseangebot nicht sichtbar eingeschränkt erscheint. Doch viele Vitamine sind empfindlich gegenüber Hitze, Licht und Sauerstoff. Auf den langen Transportwegen aus weit entfernten Ländern und beim Zwischenlagern gehen sie häufig sogar komplett verloren. Was Sie in den Regalen dann so frisch und knackig anstrahlt, ist oft nichts anderes als "Zombi-Obst".

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) und der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) empfehlen daher, auf erntefrisches, heimisches Obst und Gemüse zurückzugreifen. Aber auch heimische Gewächse sind in den kalten Monaten nur noch eingeschränkt zu bekommen. Dementsprechend ist es gerade in der Erkältungszeit schwierig, den Vitaminbedarf zu decken.

So kommen Sie ohne Vitaminmangel durch die kalte Jahreszeit:Verwenden Sie winterfeste einheimische Gemüsesorten und Obst wie

 

Weiß-, Rot-, Rosen- und Grünkohl
Spinat
Kartoffeln
Äpfel
Birnen

 

Da viele Vitamine direkt unter der Schale sitzen, sollten Sie auf das Schälen verzichten. Gemüse sollte nicht gewässert, sondern direkt vor der Zubereitung geputzt, abgewaschen, zerkleinert und sofort weiterverarbeitet werden. Lässt sich das Gemüse nicht roh verzehren, schont Dünsten oder Dämpfen die hitzeempfindlichen Vitamine C, B1, B2 und B6. Bei Obst- und Gemüsestücken für Salate vermindern ein paar Spritzer Zitrone oder Essig den Vitaminabbau durch Sauerstoff.

Viele Menschen greifen darüber hinaus im Winter alternativ zu Tiefkühlkost. Nach Ansicht der Experten ist richtig behandelte Tiefkühlkost nahezu gleichwertig mit frischer Ware. Denn der Verlust der Vitamine kann durch das Tiefkühlen deutlich verzögert werden.Als Vitaminspritzen im Winter empfiehlt die DGE zur Ergänzung der Nahrung Keimlinge oder Keimsprossen. Derartige Keimlinge gibt es beispielsweise von der Mungo- oder Sojabohne sowie vom Weizen. Sie haben einen hohen Gehalt an Ballaststoffen und Vitaminen. Eine weitere Möglichkeit, mit der sich die Vitaminzufuhr in den Wintermonaten gegebenenfalls erhöhen lässt, stellen Vitaminpräparate dar. Sie sind in einer Vielzahl im Handel erhältlich und können in der kalten Jahreszeit den Ernährungsplan abrunden - aber keineswegs die "frischen" Vitamine ersetzen.