Eltern als Vorbild im Straßenverkehr

Damit Kinder sich möglichst sicher im Straßenverkehr bewegen können, brauchen sie eine behutsame und intensive Verkehrserziehung. Diese Aufgabe verlangt von den Eltern eine Menge Aufmerksamkeit, Zuwendung, Verständnis und Geduld. Doch damit ist es nicht getan.

 

Eltern sind die wichtigsten Verkehrserzieher ihrer Kinder Damit Ihre Bemühungen um Verkehrserziehung auch ernst genommen werden, sollten Sie stets daran denken, sich als Fußgänger und Radfahrer, beim Bus- oder Autofahren so zu verhalten, wie Sie es Ihren Kindern gezeigt und erklärt haben - auch wenn sich viele Erwachsene anders verhalten.

Das heißt beispielsweise:- nie bei Rot über eine Ampel laufen,- am Zebrastreifen warten, bis alle halten,- nicht zwischen parkenden Fahrzeugen queren,- die vorgeschriebene Richtung beim Radweg benutzen,- nicht zum Bus hetzen,- immer angeschnallt Auto zu fahren.

 

Darüber hinaus wird von Ihnen wie von allen erwachsenen Verkehrsteilnehmern erwartet, dass Sie durch Ihr umsichtiges Verhalten als Kraftfahrer die schwächeren Verkehrsteilnehmer schützen. Der Gesetzgeber hat dazu in der Straßenverkehrsordnung (StVO, §3, (2a)) folgendes festgelegt:

 

“Die Fahrzeugführer müssen sich gegenüber Kindern (...) insbesondere durch Verminderung der Fahrgeschwindigkeit und durch Bremsbereitschaft so verhalten dass eine Gefährdung (...) ausgeschlossen ist.“

 

Würden alle Autofahrer und Autofahrerinnen diese Forderung befolgen, dann dürfte so gut wie nichts mehr passieren.

 

Doch die Wirklichkeit sieht anders aus. Unfälle mit Kindern gehören leider zum Verkehrsalltag, wobei die meisten Kinder als Mitfahrer im Kfz verunglücken. Viele Kinder kommen also auch zu Schaden, weil die Eltern ihre Kinder nicht entsprechend den Vorschriften sichern, weil sie zu unaufmerksam und vor allem zu schnell fahren.

 

Egal, ob Sie ihre Kinder im eigenen Auto transportieren oder alleine mit dem Fahrzeug unterwegs sind, beim Autofahren sollten Sie zum Schutz aller Kinder die wichtigsten Grundregeln befolgen:

 

Fahren Sie nicht schneller als die zulässige Höchstgeschwindigkeit, bleiben sie eher darunter, und wenn Kinder im Blickfeld sind: Gas weg und bremsbereit sein.

 

Nehmen Sie sich Zeit, denn Hetze und Stress machen unaufmerksam, und das kann gefährlich werden. Außerdem soll Ihr Kind ja lernen, dass Gelassenheit und Ruhe im Verkehr mehr Sicherheit bringen.

 

Halten Sie nie an Stellen, an denen es nicht erlaubt ist, selbst wenn die Parkplatzsuche noch so mühsam ist. Abgestellte Fahrzeuge an Einmündungen oder im Kreuzungsbereich, auf Geh- und Radwegen oder an Überquerungsstellen werden zu äußerst gefährlichen Sichthindernissen - besonders für Kinder. Halten ist auch für Sie an Schulbushaltestellen verboten.

 

Quelle: GDV