Kein Ende nehmen Versuche, die Urlaubskasse durch Versicherungsbetrug aufzubessern. So täuschte ein 20jähriger Deutscher am Wörthersee einen Raubüberfall vor. Unbekannte Täter hätten ihm sein Reisegepäck samt Videoausrüstung geraubt. Den Schaden bezifferte er auf 3.500 €. Der junge Mann verwickelte sich jedoch bei der Gendarmerie in Widersprüche und konnte bald überführt werden.
Haben Sie nicht auch schon einmal daran gedacht, bei einem Versicherungsschaden noch etwas draufzulegen - etwa mehr anzugeben, als tatsächlich gestohlen wurde, oder nach einem Brand den Wert der verkohlten Habe ein wenig höher anzusetzen? Was hier nur wie ein bisschen Schummelei klingt, ist in Wahrheit jedoch kein Kavaliersdelikt.
Denn wer die Versicherung im Schadenfall bewusst falsch informiert, riskiert nicht nur seinen Versicherungsschutz, sondern macht sich überdies strafbar. Denn hierfür kennen die Juristen ein Wort, das jedem geläufig ist: Betrug.
Mehr noch: Die Vielzahl kleiner Betrügereien addieren sich in allen Versicherungszweigen zu beachtlichen Millionenbeträgen. Millionen, die jeder Versicherte letztlich mit seinen Beiträgen bezahlen muss.