Wildwechsel - erhöhte Unfallgefahr auf deutschen Straßen

Die dunkle Jahreszeit sorgt regelmäßig für einen Anstieg der Verkehrsunfälle. Auf Landstraßen beispielsweise ist die Unfallgefahr bei Dunkelheit dreimal höher als bei Helligkeit. Kommen dann noch kreuzende Wildtiere hinzu, ist ein Unfall fast unvermeidlich.

 

In den nächsten Wochen lautet daher das oberste Gebot für jeden Autofahrer: Erhöhte Aufmerksamkeit, vor allem außerhalb der Stadt. Besonders in waldigen Gebieten kommt es jetzt gehäuft zu Wildunfällen.

 

Bedenken Sie, ein 20 Kilogramm schweres Reh hat bei Tempo 100 ein Aufschlaggewicht von fast einer halben Tonne - ein Zusammenstoß kann für Fahrer und Beifahrer unter Umständen sogar tödlich enden.

 

So verhalten Sie sich richtig:

Fahren Sie vorausschauend und behalten Sie den rechten und linken Fahrbahnrand im Auge.
Fernlicht kann Ihnen helfen, die funkelnden Augen des Tieres in der Dunkelheit eher zu erkennen.
Reduzieren Sie bei Wildwechsel-Schildern sofort das Tempo
Wenn ein Tier auftaucht: bremsen, abblenden und hupen.
Rechnen Sie damit, dass dem einzelnen Tier noch ein ganzes Rudel folgt.

 

Wenn ein Unfall unausweichlich ist:

Bleiben Sie ruhig und vermeiden Sie hektische Lenkbewegungen.
Halten Sie das Lenkrad gut fest, steuern Sie geradeaus und bremsen Sie. Ein kontrollierter Aufprall ist zumeist weniger riskant als ein unkontrolliertes Ausweichmanöver.

 

Nach dem Zusammenstoß:

Schalten Sie die Warnblinkanlage ein und sichern Sie die Unfallstelle.
Informieren Sie die Polizei. Diese informiert ihrerseits den zuständigen Jäger.
Halten Sie einen gebührenden Abstand zum verletzten Tier.
Ziehen Sie getötetes Wild an den Straßenrand. Das tote Tier nicht einpacken und mitnehmen, das gilt als Wilderei und wird bestraft.
Fassen Sie vor allem Füchse wegen Tollwutgefahr nur mit Handschuhen an.
Fotografieren Sie die Unfallstelle und notieren Sie ggf. Zeugen für Ihre Versicherung.
Melden Sie den Schaden innerhalb von einer Woche Ihrer Versicherung.

 

11/05